Kirstens professioneller Hintergrund

Bereits seit 2017 ist Kirsten an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin als Dozentin tätig und arbeitet im Bereich Entrepreneurship Education mit Studierenden. In Ergänzung dazu unterstützte sie 2019 das Coachingteam am hochschuleigenen Startup-Incubator, der die Weiterentwicklung von Gründungsideen fördert. Sie ist Teil eines starken Netzwerks für Gründer und ganz nah dran, wenn es um Geschäftskonzepte, bedeutsame Ansätze in der Startup-Szene und praktikable Konzeptansätze geht.

Kirsten bietet fundierte, langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Solopreneuren und Startups, klassisch Selbstständigen und Unternehmen, die mit Komponenten arbeiten möchten. Dass Forschung und Lehre im Entrepreneurship so eng mit der Praxis verzahnt ist, hilft ihr, stets frische, vielschichtige Perspektiven auf gegenwärtige und zukünftige unternehmerische Herausforderungen einzunehmen. Von diesem reichen Erfahrungsschatz kannst du profitieren, denn Kirstens Unterstützung kannst du dir mit der Komponente „Prüfe dein Design“ sichern.

Entrepreneurial Design nach Günther Faltin

Wer sich mit den Büchern von Prof.  Günter Faltin befasst, erkennt, dass iteratives und risikoarmes Testen und kundenzentrierte Entwickeln im Kern der Lean-Startup-Philosophie stecken. Hier knüpft Kirsten an, wenn sie mit ihren Coachees arbeitet. Sie ist erfahren im Umgang mit Change- und Transformationsprozessen und weiß um die Relevanz sich verändern zu müssen. Auch sie ist überzeugt, dass der Kapitalismus wie einst heute und in Zukunft nicht mehr funktionieren kann. Märkte verändern sich in volatilen, unsicheren, komplexen und ambivalenten Systemen rasant, Unternehmer aller Altersklassen und in nahezu jeder Branche müssen Strategien zum Umgang mit dieser VUKA-Welt erarbeiten. Sie müssen sich im Entrepreneurial Design digitale Instrumente und Logiken zunutze machen, ohne sich in der Überfülle ständig neuer Features und Angebote zu verirren oder den Kern ihres inneren Antriebs aus dem Blick zu verlieren.

Mindset-Entwicklung ist individuell

Kirsten arbeitet dynamisch und ortsunabhängig mit einer hohen didaktischen Kompetenz. In Verbindung mit ihrem Methodenreichtum praktiziert sie in ihrer Beratung die nötige Flexibilität, die zu einer ermutigenden Zusammenarbeit gehört. Sie ist der Meinung, dass es nicht darum geht, dem hohen Tempo der VUKA-Systeme unreflektiert nachzulaufen. Sie sieht die Chancen – auch in einer Krise – darin, sich werteorientiert auf die Dinge zu besinnen, die direkt bei der Person verortet sind.

Drei zentrale Fragen sind für sie:

  1. Wer bin ich?
  2. Was kann ich?
  3. Wen kenne ich?

Was will ich wirklich tun und wie sehr will ich „es“ wissen?

Es gibt zahlreiche Unwägbarkeiten – das trifft vor allem auch in Krisenzeiten zu -  und in vielen Fällen keine zuverlässigen Marktprognosen, die sich für die Entwicklung eines Geschäftskonzeptes nutzen ließen. Entrepreneure entscheiden heute auf Basis ihrer Ressourcen – was bin ich, was kann ich, wen kenne ich? – wie sie ihre Geschäftsidee umsetzen.

Was ist es mir wert, mein Ideenkind in der Welt zu sehen, meine Geschäftsidee am Markt auf Resonanz zu testen? Auch diese Fragen stellt Kirsten in der Arbeit an der Entwicklung von Geschäftskonzepten. Denn im Gegensatz zum klassischen strategischen Management, das von planbaren Strukturen und kalkulierbaren Risiken ausgeht, arbeiten Entrepreneure unter Ungewissheit mit einer Art „Patchwork-Logik“ und fahren auf Sicht.

In Verbindung mit der Taktik der kleinen Schritte eines Lean-Startups erarbeiten sie sich Schritt für Schritt ein tragfähiges Geschäftskonzept, das höchst agil und praxisnah auf ihren klar abgrenzbaren Kundenkreis zugeschnitten ist. Auch mit kleinem Budget ist diese Strategie erfolgversprechend, denn es geht ausdrücklich nicht darum, mit viel Kapital schnell an den Markt zu gehen, sondern mit den spezifischen zu Verfügung stehenden Ressourcen ein tragfähiges Geschäftskonzept zu entwickeln, welches live am Markt getestet und optimiert wird. Werteorientierte Entrepreneure denken durchaus groß, doch wollen sie nicht primär maximieren, sondern optimieren.

Ein Beispiel

Ein Beispiel aus Kirstens Herzensthema „moderne Manufaktur“ soll zeigen, wie so etwas aussehen kann. Hinter dem Begriff der modernen Manufaktur verbergen sich regional oder lokal hergestellte Produkte von hoher Fertigungstiefe und Menschen, die mit ihren Kunden intensiv in Kontakt stehen. Der Anspruch an Transparenz und beste Qualität treffen auf begrenzte Skalierbarkeit, was in der Konzeptentwicklung eine echte Herausforderung ist. Wie lassen sich solche Geschäftskonzepte optimieren?

Beispiel: Eine junge Schreinerin hat eine Salatschüssel aus Holz entwickeln, die mit einem integrierten Dressing-Reservoir versehen und mit einem cleveren Schließmechanismus ausgestattet transportsicher abgedichtet ist. Sie hat eine Lebensdauer von 10 Jahren garantiert und besteht ausschließlich aus heimischen, natürlichen Rohstoffen.

  • Sie testet die Akzeptanz der Schüssel zuerst im Freundeskreis und geht den Proof of Concept an. Hier investiert sie 1.500 Euro ihres Ersparten.
  • Sie bringt ihr Produkt in einem kleinen Webshop an den Markt und lernt ihre Kunden besser kennen, Kostenpunkt 1.800 Euro ihres Ersparten.
  • Sie entwickelt das Konzept weiter und ergänzt spezifische Kundenwünsche.
  • Ihre Schwester unterstützt sie mit der Buchhaltung.
  • Freunde machen für sie Werbung und helfen beim Versand.
  • Durch ständiges Feedback und im direkten Austausch mit der Zielgruppe optimiert sie ihr Produkt und erzielt erste Umsätze.
  • Der Verkauf läuft gut an, generiert steigende Umsätze und bindet immer mehr Zeit. Deshalb holt sie sich professionelle Unterstützung in Form von Komponenten. Die Positionen hat sie preislich und prozessual bereits in der frühen Konzeptionsphase mit berücksichtigt.
  • Sie übergibt den Versand an den Logistik-Dienstleister.
  • Sie sorgt für einen automatisierten Bestell- und Zahlungsprozess.
  • Sie bindet einen Partner zur Erstellung der Buchhaltung ein.
  • Sie arbeitet regelmäßig mit einem Coach zusammen, der ihr bei dem Aufbau eines wandlungsfähigen Geschäftskonzepts hilft.

In diesem Beispiel greift die Entrepreneurin auf sich selbst (Wer bin ich?), ihre Fähigkeiten (Was kann ich?) und ihr vorhandenes Netzwerk zurück (Wen kenne ich?). Sie entwickelt im Rahmen ihrer wachsenden finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten ihr Kunden-zentriertes Konzept Schritt für Schritt dynamisch und transparent gemeinsam mit einem Profi.

Corona-Krise: Kollektives Trauma mit starken Wachstumschancen

Die reale Knappheit der Möglichkeiten in Krisenzeiten in vielen Lebensbereichen birgt die große Chance, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, so Kirstens Sicht auf die ungewöhnliche und verstörende Situation des Shutdowns in Deutschland. Argumente für ein Wachstum, das sich am „Impact“ ausrichtet und der Aufbau robusterer Handelsketten, sind Ansätze, die es gerade jetzt zu durchdenken gilt. In Zeiten, in denen Kurzarbeit und ausbleibende Aufträge Panik unter den Selbständigen schüren, ist ein kühler Kopf zwar nicht leicht zu behalten, so Kirsten, doch auch erzwungene Pausen wie die aktuelle lassen sich kreativ und sinnstiftend nutzen, sobald es uns gelingt, den Zustand der Ungewissheit anzunehmen und in diesem Bewusstsein zu agieren. Human-zentrierte Produkte und Leistungen werden sich auch im Zeitalter der Digitalisierung zu einem wichtigen Wirbel im Rückgrat wertorientierter Geschäftskonzepte weiterentwickeln.

Suchst du auch Unterstützung und möchtest dich mit Kirsten zu deinem Business und den darin steckenden Chancen austauschen? Dann buche einen Gesprächstermin bei ihr.

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