Wozu dienen Szenarien?

Szenarien sind ein Hilfsmittel, um die Entwicklungsmöglichkeiten einer bis dato ungewisse Situation zu skizzieren. Szenarien helfen dabei, die Entwicklungsspielräume in verschiedenen Kontexten zu betrachten. Übergeordnete Fragen dazu sind zum Beispiel diese:

  • Welche Entwicklungen sind unter dem Einfluss der Corona-Pandemie wahrscheinlich?
  • In welcher Form könnte die Pandemie unser Konsumverhalten, unsere Werte, unser Mindset beeinflussen?

Die Technik der Szenarien ist insofern auch eine Möglichkeit für dich, die Zukunft deines eignen Business näherungsweise durchzuspielen. Denn mit Sicherheit wird sich die Entwicklung in eine andere Richtung bewegen, als du vielleicht noch vor zwei Jahren angenommen hast. In punkto Szenarien-Entwicklung ist es hilfreich, diese von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand zu stellen, um herauszufinden, inwiefern sie noch zutrifft. Es hängt viel davon ab was wir heute für die Zukunft entscheiden, das gilt auch für dich und dein Business. Dinge, die du heute tust und die du heute entscheidest stellen die Weichen deines Business für die nächsten Jahre.

Springen wir  nun hinein in die Möglichkeiten, die sich nach Auffassung des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung aus dem aktuellen Chaos für die Zukunft entwickeln können. Prüfe für dich und dein Business, welche Konsequenzen die Szenarien für dich bedeuten können. Natürlich kannst du dich nicht für alles wappnen, doch du kannst in den nächsten Monaten und Jahren wachsam beobachten, in welche Richtung sich die Gesellschaft weiterentwickelt.

Vier Quadranten im Überblick

Die vier Szenarien, die wir gleich vorstellen, lassen sich in Quadranten einteilen, die sich auf der vertikalen Skala der Beziehungen und der horizontalen Skala der Reichweite bewegen.

  • Die vertikale Beziehungsskala reicht von gelingenden Beziehungen unter optimistischer Betrachtung bis hin zu nicht gelingenden Beziehungen unter pessimistischer Sichtweise.
  • Die horizontale Skala bildet die Bandbreite zwischen lokal (disconnected) und global (connected) ab oder - anders ausgedrückt - zwischen geringer und hoher Reichweite.
  1. Isolation: Das erste Szenario bildet eine Zukunft ab, in der wir eine geringe Reichweite (lokal) haben und die Beziehungen nicht gut gelingen. In der totalen Isolation kümmert sich jeder nur um sich selbst.
  2. Dauerkrise: Das zweite Szenario zeigt eine Zukunft, in der unsere Reichweite größer ist (global), während die Beziehungen nicht gut gelingen. Wir kreisen um uns selbst und grenzen uns vom internationalen Geschehen ab. Nachhaltige Solidarität existiert nicht.
  3. Back to the roots: Das dritte Szenario zeigt eine Zukunft mit geringer Reichweite und gut gelingen Beziehungen. Wir besinnen uns auf uns selbst und pflegen unsere kleine, regionale Gemeinschaft, die wir mit viel Liebe aufbauen und wie einen Augapfel hüten. Globales Denken findet nicht statt.
  4. Adaption: Das vierte Szenario beschäftigt sich mit einer Zukunft, in der wir eine große Reichweite erzielen und gleichzeitig von gelingenden Beziehungen profitieren. Wir lernen aus der Krise und entwickeln resiliente Systeme, die uns allen nützen.

Isolation: Wenn jeder gegen jeden arbeitet

in diesem Szenario gehen wir davon aus, dass der Zustand des Lockdowns eine normale Begleiterscheinung im Alltag geworden ist. Es ist an der Tagesordnung, dass für Reisen innerhalb der EU Gesundheitstests und Genehmigungen vorgelegt werden müssen. Für Reisen außerhalb EU sind langwierige Antragsverfahren zu durchlaufen. Auf der betrieblichen Ebene stocken die globalen Handelsbeziehungen, weil die Handelsabkommen durch die Coronakrise stark eingeschränkt sind.

Das problematisch daran, dass unsere Beziehungen immer schlechter gelingen und wir ausschließlich auf der lokalen Ebene agieren, ist, dass sich jeder in erster Linie um sich selbst kümmert. Das bedeutet in der Konsequenz, dass der Trend zur Selbstversorgung immer ausgeprägter wird. Die Menschen ziehen zurück aufs Land, wo sie weitgehend unabhängig leben. Die produzierten Lebensmittel verkaufen wir an diejenigen, die nach wie vor in der Stadt wohnen.

Risikoreiches Leben in der Stadt

War es früher hipp und angesagt in der Großstadt zu leben, ist es in der Szenario-1-Zukunft risikoreich geworden. Produkte mit unklarer Herkunft werden kritisch beäugt, der Import von Lebensmitteln wird nach und nach eingeschränkt. Zu groß ist die Angst sich aus dem Ausland fremde Keime einzuschleusen. Ohnehin ist das Angebot von exotischen Früchten stark geschrumpft. Glücklicherweise kann vieles bereits in Deutschland selbst angebaut werden, weil die technische Entwicklung dies möglich macht. Obst und Gemüse wird vor dem Verzehr über die Maßen desinfiziert und sichere Verpackungen, die dem Keimfreiheits-Wahn entgegenkommen, werden intensiv erforscht und entwickelt.

Virtuelle Kontakte statt öffentlicher Veranstaltungen

Großveranstaltungen gehören längst der Vergangenheit an. Aus der ehemaligen Verordnung der Regierung, Großveranstaltungen über 1000 Personen abzusagen, hat sich eine feste Regel etabliert, die ein Versammlungsverbot von mehr als zehn Personen unterbindet – natürlich zum Wohle der Gesundheit. Öffentliche kulturelle Veranstaltungen sowie Sportgroßveranstaltungen gibt es nicht mehr. Stattdessen werden die Veranstaltungen im TV ausgestrahlt das Publikum beobachtet von zu Hause das Geschehen. Cafés, Restaurants, Bars und Clubs sind weitgehend von der Bildfläche verschwunden. Die sozialen Kontakte haben sich insgesamt auf die virtuelle Ebene verlagert.

Das Isolations-Szenario im Überblick:

  • Safety first! Jeder grenzt sich ab und schützt sich und seine Familie.
  • Reisen erfolgen nur unter Auflagen.
  • Die De-Urbanisierung sorgt dafür, dass Menschen aufs Land ziehen.
  • Selbstversorgung boomt.
  • Die Angst vor Viren aus dem Ausland lässt den Import sinken.
  • Großveranstaltungen aller Art finden nicht mehr statt.
  • Die Kontakte konzentrieren sich auf virtueller Ebene.

Dauerkrise: Kein Vertrauen in globale Zusammenarbeit

In diesem Szenario befindet sich unsere Welt auf einem Wackelkurs. Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass wir uns auf die nationalen Interessen konzentrieren. In ständiger Alarmbereitschaft vor einer weiteren Seuche sorgen selbst minimale Ausschläge auf der Inzidenz-Skala für überzogene Reaktionen und drastische Gegenmaßnahmen. Grenzen werden geschlossen und die eigenen Ressourcen gebunkert. Das führt zu internationalen Spannungen. Zwar wissen die Staaten, dass sie aufeinander angewiesen sind und bemühen sich von Zeit zu Zeit um Kooperation und Offenheit, doch die Angst schürt Aggressionen, die die Solidarität fast unmöglich macht. Eine scheinbar logische Folge daraus ist, dass Landwirtschaft und produzierendes Gewerbe die notwendigen Produkte in nah gelegenen Ländern und Regionen produzieren lassen (Nearshoring). Trotzdem bleibt die Abhängigkeit zu internationalen Handelsbeziehungen bestehen. Schließlich brauchen wir Waren aus dem Ausland, um unseren Alltag und die Produktion in den Werken aufrechterhalten zu können.

Hin und her gerissen zwischen den Polen

Beide Strömungen laufen nebeneinander und sorgen für Spannungen und Reibungen. Die Unstimmigkeit zwischen den nationalen und internationalen Märkten ist sichtbar und greifbar. Jetzt ist die beste Zeit für Big Data. Denn je unsicherer sich die Menschen fühlen, desto wichtiger werden analytische Funktionen. Wir sammeln und verarbeiten enorme Datenmengen und erleben diese Situation als wirtschaftlichen Aufschwung. Wir treiben die Entwicklung künstlicher Intelligenz voran, auch um die zukünftigen Szenarien abzubilden und hoffentlich zu steuern. Die gesammelten Daten werden aber auch benutzt, um die Aktivitäten im Staat zu überwachen. Wie werden sich Menschen voraussichtlich verhalten? Diese Frage bewegt die Gesellschaft und die Politik, die die Reaktionen auf die nächsten weitreichenden Entscheidungen möglichst genau vorausberechnen will.

Big brother is watching you

Wo der Staat private Daten für eigene Zwecke nutzt, bildet sich die Privatsphäre immer mehr zurück. Über viele Daten haben wir keine Kontrolle mehr, da die Datenfreiheit mehr und mehr beschnitten wird. Die Regelungen des Datenschutzes haben sich Schritt für Schritt verschoben, was sowohl die internationalen als auch die nationalen Kontakte zur Bevölkerung betrifft. Das Thema Gesundheit boomt. Unter dem Schlagwort Digital Health sorgen sich Menschen um ihre Gesundheit, nutzen Self-Tracking und benutzen smarte Devices dazu, ihre Vitalwerte zu überwachen. Daran hat die Gesellschaft teil, denn sie greift auf die Vitalwerte zu. Das Gesundheitssystem nutzt sie zur weiteren Auswertung. Der Weg zur Belohnung gesundheitsbewusster Verhaltensweisen und zur Abstrafung ungesunder Angewohnheiten ist nicht mehr weit.

Das Dauerkrisen-Szenario im Überblick:

  • Im internationalen Weltgeschehen wechseln Solidaritätsversuche mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und aggressiven Schutzgebärden ab.
  • Die Produktion von Nahrungs- und Verbrauchsmitteln wird näher an Deutschland heran verlegt, wobei daneben auch globale Waren-, Dienstleistung- und Finanzströme koexistieren.
  • Big Data hat Hochkonjunktur, genauso wie die weitere Entwicklung künstlicher Intelligenz.
  • Die Vorschriften des Datenschutzes weichen auf. Der Staat nutzt enorme Datenmengen seiner Bürger zu eigenen Zwecken.
  • Gesundheit wird augenscheinlich Privatsache. Immer mehr Menschen sammeln eigenverantwortlich Gesundheitsdaten zur Überwachung der Vitalwerte. Diese werden allerdings an staatliche Datenbanken weitergegeben.

Das heile Kleine-Welt-Szenario

Lokale Erzeugnisse werden wichtiger denn je und auch kleine Gemeinschaften mit festen Strukturen bilden sich neu. Nachhaltigkeit steht ganz oben auf der Liste der Werte und eine Kultur der Gemeinschaft wird etabliert. Diese konzentriert sich aber auf lokaler Ebene. Globale Betrachtungen bleiben dabei auf der Strecke. Dieses heile Kleine-Welt-Szenario entwickelt sich aus dem verlorenen Vertrauen der Bürger in den Staat. Sie kehren sich von der globalen Gemeinschaft ab und ziehen sich zurück in eine lokale Kultur vermeintlicher Sicherheit. Die Gemeinschaft im Kleinen hat Hochkonjunktur.

Sicherheitsdenken schweißt zusammen

Die Angst vor einer Ansteckung sorgt dafür, dass der Rückzug auf die private Ebene noch mehr forciert wird. Es gibt kaum Veranstaltungen, zu denen sich viele Menschen treffen können. Stattdessen wird die Übertragung auf virtuelle Ebene verlegt. Jeder kann an Mega-Events teilhaben, ohne sich aus dem sicheren Haus wagen zu müssen. In der eigenen Nachbarschaft gibt es klare Strukturen und Regeln, wie bei Krisen vorzugehen ist und wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Sogar Vorräte werden miteinander geteilt oder untereinander getauscht, auch die schwächeren Mitglieder der Gemeinschaft werden integriert. Im Gegensatz zur früher gefeierten Urbanisierung erreicht das Leben in der Provinz einen neuen Höhepunkt.

Die eigene Scholle pflegen

Die Mobilität verlagert sich von öffentlichen Verkehrsmitteln auf Elektroroller und Elektrofahrräder. Fernreisen gehören nicht auf den Plan im Heile-Kleine-Welt-Szenario. Stattdessen kommen Nachbarländer oder die unmittelbar benachbarten Regionen als Urlaubsort in Betracht. Durch den Einbruch in der Tourismusbranche erholen sich landschaftliche Regionen, die bislang über die Maßen von Touristen strapaziert wurden. Die Natur erfährt mehr Wertschätzung und Reisen wird zu etwas Besonderem. Dies ist auch deshalb der Fall, weil die Vorsichtsmaßnahmen bei den Reiseaktivitäten recht umständlich und aufwendig sind.

Da globale Handelsketten gestört sind und viele Bürger Produkten aus dem Ausland kritisch gegenüberstehen, besinnen sie sich zurück auf lokal angebaute Produkte und lokal angebotene Dienstleistungen. Wir kaufen mehr denn je lokal ein und wissen die traditionelle Handwerkskunst zu schätzen. Genossenschaften und Urban Farms bilden den Rahmen eines neuen Miteinanders. Die wirtschaftlichen Strukturen innerhalb dieser kleinen Gemeinschaften funktionieren sehr gut.

Arbeiten im Homeoffice kappt kollegiale Beziehungen

In punkto Arbeitswelt gibt es eine neue Flexibilität. Da aus einer Notsituation heraus das Arbeiten im Homeoffice praktisch über Nacht in vielen Betrieben eingeführt wurde, hat sich die Arbeitskultur nachhaltig verändert. Homeoffice ist inzwischen wichtiger Bestandteil des flexiblen Arbeitens und die Technik zieht mit. Es gibt immer mehr Tools und Anwendungen, die die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg auf digitalem Weg ermöglichen. Persönliche Geschäftstreffen finden nur noch selten statt.

Das Heile-Welt-Szenario im Überblick

  • Gemeinschaft auf lokaler Ebene wird immer wichtiger.
  • Großveranstaltungen werden per Übertragung in den eigenen vier Wänden erlebbar.
  • Nachbarschaftshilfe organisiert sich neu und es gibt klare Strukturen für Krisensituationen.
  • Die Provinz hat gegenüber der urbanen Welt große Vorteile in punkto Selbstversorgung und Rückzug ins Private.
  • Die Mobilität verlagert sich aus öffentlichen Verkehrsmitteln auf elektrisch betriebene Fahrzeuge.
  • Der wegbrechende Tourismus eröffnet Landschaften die Erholung von der massiven Über-

Strapazierung. Urlaub wird wertvoller, die Ziele rücken näher, zum Beispiel in benachbarte Länder oder benachbarte Regionen des eigenen Landes.

  • Alte Handwerkstechniken werden wertgeschätzt und weitergegeben. Die Sharing Economy gewinnt Auftrieb und die Wirtschaft funktioniert in regionalen Strukturen sehr gut.
  • New-Work sorgt für Flexibilisierung in der Arbeitswelt. Ein Homeoffice Arbeitsplatz gehört zum Standard, persönliche Treffen mit Chefs und Kollegen werden immer weniger.

Adaption: Lernen, wachsen und gemeinsam agieren

Im vierten vorgestellten Szenario arbeiten Akteure gemeinsamer an einem resilienten Umgang mit der Situation. Das sieht in der Praxis so aus, dass wir die Krise als Chance begreifen, unsere Systeme adaptieren und auf das nächste Level heben. Waren es „vor Corona“ nur vereinzelt Firmen und Individuen, die sich zum Beispiel der Wir-Kultur oder der Glokalisierung verschrieben haben, ist es im adaptiven Szenario 4 die gesamte Gesellschaft. Statt Nischendasein gelangen neue Denk- und Konsumweisen ins allgemeine Bewusstsein und nehmen immer mehr Raum ein.

Ausgewogenheit als Maxime

Die Wochenlangen Stillstände haben Lieferketten unterbrochen und uns zurück zu unseren Wurzeln gebracht. Regionale Lieferketten erleben einen Boom, stationärer Handel gerät in den Aufschwung. Daraus ergibt sich ein gesundes Gleichgewicht zwischen Online- und Offlinekonsum und ein neuer Umgang mit den weltumspannenden Handelsketten. Der lokale und der globale Handel gehen Hand in Hand und arbeiten nicht gegeneinander. Wochenmärkte und regionale Erzeugermärkte sind angesagt und lokale Onlineshops werden stärker frequentiert.

Think global, act local

Die Vormachtstellung von großen Onlinemarktplätzen geht zugunsten der kleineren Marktplätze und Einzelanbieter zurück. Außerdem findet ein Umdenken zum Thema Nachhaltigkeit statt. Die Wegwerf-Mentalität, die der Massenkonsum mit sich bringt, wird von einem nachhaltigen Konsumbewusstsein abgelöst.

Neue Sicht auf die Gesundheit

Das Thema Gesundheit wird auf eine breite Plattform gestellt und nicht länger nur auf das eigene Verhalten bezogen. Gesundheit wird ganzheitlich und das bedeutet, dass auch Umwelt und Weltgeschehen eine Rolle in dieser Denkweise spielen. Der neue Gesundheitheitsbegriff ist ein Konglomerat aus der „Weltgesundheit“ und der persönlichen Gesundheit. Diese neue Gedankenwelt verändert das verknöcherten Gesundheitssystem signifikant. Die Regierungsebene kooperiert mit stadtplanerischen Vorstößen und unternehmerischen Gestaltungsansätzen, um eine gesunde Arbeits- und Lebenswelt für alle zu kreieren.

Die heute schon bekannten Gesundheit-Apps sind gängiger Bestandteil des Alltags geworden, um die eigenen Gesundheitsdaten aufzunehmen und zu teilen. Da viele Menschen erkannt haben, dass Gesundheitsdaten des Einzelnen zum Schutze aller eine Rolle spielen, werden Datensätze in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt, um Vorhersagen über voraussichtliche Pandemieentwicklungen treffen zu können. Spätestens hier wird klar, dass Gesundheit eng mit der Gesellschaft und der Umwelt verwoben ist.

Grenzwirkung wird aufgehoben. Wir. Sind. Gemeinschaft.

Die Glokalisierung erlangt größere Bedeutung. Das heißt beispielsweise, dass globale Risiken die Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg erfordern. Die politischen Handlungsstrukturen werden neu sortiert. Die nationale Ebene wird weniger relevant, die örtliche Interessengruppen rücken stärker in den Fokus. Sie vernetzen sich direkt mit globalen Interessengruppen und schalten den Zwischenschritt über die nationale Ebene aus. Wir alle nehmen uns mehr als Weltgemeinschaft war, die gemeinsam die Herausforderungen bewältigen muss, die die Welt betreffen. Klimakrisen und Epidemien machen vor Staatsgrenzen nicht halt und das ist der Gesellschaft bewusst geworden. Sich miteinander zu solidarisieren und eine Wir-Kultur im Alltag zu leben ist zur Realität geworden.

Das Thema Resilienz funktioniert grenz- und themenübergreifend. Es richtet sich auf die globale Welt und die internationale Vernetzung. Die Zusammenarbeit funktioniert bei Themen, die uns alle betreffen wie Umwelt, Naturschutz und Gesundheit, unabhängig von den politischen und gesellschaftlichen Landesstrukturen.

Die Adaption im Überblick

  • Ausgewogenheit wird zum Prinzip. Lokale und internationale Ebenen, Online- und Offline-Welt ergänzen einander sinnvoll, statt sich zu bekämpfen.
  • Think global, act local.
  • Ein neues Wir-Gefühl bestimmt Denken und Handeln.
  • Politische Führungsebenen verlieren an Durchschlagskraft.
  • Interessengruppen organisieren sich unabhängig von staatlicher Lenkung.

Fazit: Strömungen wahrnehmen und bewusst handeln

Welche Entwicklungen siehst du in deinem direkten und weiteren Umfeld? Wie verhalten sich Kunden, welche Themen sprechen sie an? Wir wissen nicht, wie sich die Welt mit oder nach Corona entwickeln wird. Sicher ist nur, dass sie sich weiterentwickeln will. Agile Geschäftsmodelle, aufgeschlossene Entrepreneure und geistig flexible Unternehmer haben gute Chancen, ihr Business an die Gegebenheiten anzupassen oder ihnen sogar ein Stück voraus zu sein. Global denken und lokal handeln ist vermutlich ein vielversprechender Ansatz, um in unsicheren Zeiten ein Business erfolgreich zu betreiben. 

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