English version below

Idee entstand aus einer Studienaufgabe

Henrik bekam im Rahmen seines Studiums die Aufgabe, ein innovatives Produkt zu entwickeln. Da er eine Affinität zu gesunder Ernährung hat, Biotechnologie studiert und weiß, wie schwierig es ist, in einer Großstadt an nahrhaftes und garantiert schadstofffreies Gemüse zu kommen, entwickelte er daraus die Grundidee. Das Ergebnis war eine Pflanzenbox, in der Gemüsepflanzen, Sprossen und Kräuter fast vollautomatisch bis zur Erntereife gezogen werden können – und zwar ganz ohne Dreck, profunde Pflanzenkenntnisse und ohne lästiges Unkrautjäten.

Was steckt hinter neoFarms?

neoFarms ist ein Anzucht- und Ernteschrank, in dem Gemüsepflanzen bis zur Ernte heranwachsen. Quasi ein vollautomatisches Mini-Gewächshaus für den Privathaushalt. Der Schrank sieht so ähnlich aus wie ein Kühlschrank, hat vergleichbare Maße und weist eine große transparente Tür auf. Die Pflanzen sind von außen sichtbar, Nutzer können sich also jederzeit einen Überblick über den Stand der Dinge verschaffen. In dem Schrank befinden sich einzelne Schubladen, in denen wiederum die Pflanzen platziert sind.

Im System von Henrik und Max kommt die von der NASA entwickelte „Aeroponik“ zum Einsatz. Die Pflanzen benötigen hier keine Erde, sondern ihre Wurzeln hängen frei. Sie werden systemgesteuert befeuchtet und auf demselben Weg mit den nötigen Nährstoffen versorgt. Die Sprossachse, also der Teil, der Wurzel und Spross miteinander verbindet, steckt in einem Stopfen. Damit hat die Pflanze Halt und die essbaren Pflanzenteile können sich ungestört entwickeln.
Im Gegensatz zu Hydrokultur-Systemen, welche große Mengen an Wasser bedürfen, ermöglicht diese Methode einen vertikalen Aufbau des Systems und somit eine viermal größere Anbaufläche.

Der Pflanzenschrank sorgt für die optimalen Bedingungen: Temperatur, Licht, Nährstoffe – alles wird auf dem perfekten Level gehalten. Der Nutzer muss nur noch abwarten und kann zur Erntezeit frischen Salat und Kräuter genießen. Lediglich das Abzupfen von gelben Blättern oder andere minimale Pflegeeingriffe sind manuell zu erledigen. Diese Tätigkeiten halten sich allerdings in einem sehr überschaubaren Rahmen.

So lernte die Idee laufen – und setzt aktuell zu einem echten Sprint an

Im Fall von Henrik und Max lässt sich wirklich nicht von einer Sandkastenfreundschaft sprechen. Dennoch treten die beiden so auf, als würden sie sich schon ewig kennen. Ihre Bekanntschaft machten sie 2015 zufällig über private Kontakte. Sie sprachen miteinander und Henrik stellte Max seine Idee vor. Innerhalb kürzester Zeit entschieden die zwei „es mal zu versuchen“. Ihre Kompetenzen ergänzen sich geradezu perfekt. Henrik, der über die Ansprüche der Pflanzen Bescheid weiß und sich mit dem aus der Industrie entlehnten „Aeroponik“-Verfahren auskennt und Max, der das nötige technische und gestalterische Know-how für die Entwicklung des Produktes mitbringt.

Nun, wir würden sagen, der Versuch ist geglückt – kein Wunder, dass es zur Nominierung bei Nexster gekommen ist. Prinzipiell hat neoFarms vieles, was ein stimmiges entrepreneurial Design ausmacht. neoFarms kombiniert zum Beispiel bereits bestehende Komponenten, Verfahren und Features innovativ miteinander und schafft dadurch ein ganz neues Produkt mit echtem Mehrwert. Dabei legen Max und Henrik Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Sie nutzen bei den nötigen Nährstoffkartuschen wiederverwendbares Pfandsystem und reduzieren den Energiebedarf durch die Nutzung von sparsamen LEDs. Und nicht nur das. Die bislang erreichten Meilensteine können sich wahrhaftig sehen lassen:

  • Im Juli 2016 gewinnt neoFarms einen Preis im Rahmen des „drei|V" Ideen-Wettbewerbs.
  • Im Oktober fertigen Max und Henrik den ersten Prototypen.
  • Ebenfalls im Oktober qualifiziert sich das Gründerteam zum Startupbootcamp FoodTech 2016
  • Im November 2016 belegt neoFarms Platz 4 bei Gründerwettbewerb Nexster in Hannover.
  • Ende November wird die Neofarms GmbH gegründet
  • Aktuell stehen sie im Accelatoration Program des Startbootcamps FoodTech in Rom

Per Express auf der Erfolgsstraße? Das hat neoFarms vor

neoFarms hat als Zielgruppe Großstädter ohne eigenen Garten im Visier, die sich bewusst ernähren möchten. Gleichzeitig zielt neoFarms auf Nutzer ab, die gegenüber der Lebensmittelindustrie misstrauisch sind und transparente Informationen über die Herkunft und Produktion ihre Nahrungsmittel wünschen. Mit dem Pflanzenschrank löst neoFarms gleich mehrere Probleme der Zielgruppe und hat eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Die Nutzer erhalten garantiert pestizidfreie Nahrung.
  • Sie wissen genau, wie die Nahrung hergestellt wird, kennen die Wachstums- und Nährstoffbedingungen: Pestizide sind kein Thema mehr.
  • Das Gemüse hat den höchstmöglichen Vitamin- und Nährstoffgehalt, da es erst direkt vor dem Verzehr geerntet wird. Frischer geht es nicht.
  • Nutzer haben ihre persönliche Frischetheke zuhause. Jederzeit verfügbar mit dem Sortiment, das sie wollen.
  • Die Zeit und Anfahrt fürs Einkaufen frischer Lebensmittel fällt weg, sie sind nicht länger an Öffnungszeiten gebunden.
  • Nutzer können sofort starten und in wenigen Tagen erste Kräuter und Salatblätter ernten.
  • Der Anbau erfolgt ohne Pflanzenkenntnisse, ohne Schmutz und ohne besondere Fertigkeiten.
  • Das System ist via App steuerbar. Die App bietet außerdem Tutorials, Rezepte, eine Community und einen Bestellkanal für Nährstoffe, Samen, Pflanzen und Zubehör.

Ihre Vision ist, dass der neoFarms Pflanzenschrank als Einbaugerät oder schicke Stand-Alone-Lösung in Modulbauweise zu haben ist. Damit der innovative Pflanzenschrank in den Haushalten ihrer Zielgruppe landet, müssen Max und Henrik allerdings noch einen weiten Weg zurücklegen.

Umsatz wird zum einen über den Verkauf von Komplettsystemen und Erweiterungsmodulen generiert. Hinzu kommen die laufenden Nachbestellungen, zum Beispiel für Pflanzen, Samen und Nährlösungen. In Planung ist außerdem ein Lizenzmodell, doch das steht bislang noch in den Sternen.

Komponenten, die neoFarms helfen können

Henrik und Max haben schon ganz viel richtiggemacht, die Erfolge der kurzen Firmengeschichte sprechen für sich. Die zwei sind aktuell Vollzeit mit neoFarms beschäftigt:  Max schreibt seine Bachelorarbeit darüber. Henrik konzentriert sich ebenfalls auf sein Ideenkind. Damit sich die zwei nicht verzetteln und der hohe Zeitaufwand für Ihr Geschäft sie auf lange Sicht nicht auffrisst, empfiehlt es sich, kurz innezuhalten. Es lohnt sich, die Idee unter dem Mikroskop zu zerlegen und herauszufinden, welche Komponenten sinnvoll eingebunden werden können.

Die Komponente Akquise/Vertrieb aktiv könnte die Gründer ab 2018 unterstützen – das ist der Zeitpunkt, zu dem das Gründerteam die Marktreife geplant hat. Das eBüro könnte die ständige Erreichbarkeit gewährleisten und über die Buchhaltungskomponente lassen sich große Teile der unliebsamen administrativen Aufgaben auslagern. Und das sind nur die Bereiche, die auf den ersten Blick ins Auge fallen.

Ausblick auf die erfolgversprechende Zukunft

Das FoodTech Bootcamp in Rom läuft noch, Henrik und Maximilian suchen engagierte Kapitalgeber mit der passenden Expertise. Denn sie müssen den Prototypen weiterentwickeln und ihre Planungen in konkrete Schritte und Ergebnisse umsetzen. Wenn ihnen das gelingt, dann wollen sie mit einem professionellen Produkt Mitte/Ende 2018 den Markt erobern und in europäische und vielleicht auch amerikanische Küchen Einzug halten.

Die Vision haben sie, die Energie auch. Jetzt heißt es beharrlich am Ball bleiben und Flexibilität beweisen. Keine leichte Aufgabe, aber mit Sicherheit eine der aufregendsten Phasen in ihrem junge Unternehmerleben. Wir drücken ihnen die Daumen und wünschen viel Erfolg!

English version

neoFarms – Fourth Place in Nexster Startup Competition

neoFarms is a concept by Henrik Jobczyk and Maximilian Richter. Henrik studied biotechnology at the Technical University Braunschweig, Max industrial design at the University of Applied Sciences and Arts in Hannover. Together they placed fourth at the Nexster startup competition in Hannover. The questions of what is behind neoFarms and how Henrik and Max achieved such a high rank are the topics of this article.

Concept conceived during a study assignment

During his studies Henrik was given the task of developing an innovative product. Because of his affinity towards healthy nutrition, his studies in biotechnology, and his awareness of how difficult it is to find nutritious and certified contaminant-free vegetables in a city, he developed the basic concept. The result was a plant box, which can be used to grow vegetables, sprouts, and herbs until full harvest maturity using an almost fully automated process – entirely without soil, profound knowledge of plants, or tedious weeding.

What is neoFarms?

neoFarms is a cultivation and harvest cabinet, where vegetable crops grow from seed to harvest. In other words, a fully automated mini-greenhouse for private households. The cabinet looks like a refrigerator, is of similar size, and has a large transparent door. The plants are visible from the outside, so that users can observe the progress at any time. The cabinet has several drawers, which hold the plants.

The system of Henrik and Max makes use of „aeroponics”, a technology developed by NASA. In this system plants do not need soil, as the roots dangle in midair. They are moistened by a controlled system supplying the needed nutrients. The stem, the part that connects the root to the shoot, rests in a plug. This gives the plant support, and allows the edible parts of the plant to develop undisturbed. Contrary to hydroculture systems, which require large amounts of water, this method allows for a vertical construction of the system and as such provides an area of cultivation that is four times larger.

The plant cabinet provides optimal conditions: temperature, light, nutrients – everything is kept at the perfect level. Users simply have to wait and will be able to enjoy fresh salads and herbs at the time of harvest. Removing yellow leaves or other small interventions are the only manual tasks required, and they are very manageable.

This is how the concept learned to walk – and how it is currently starting to sprint

Although Henrik and Max cannot be considered lifelong friends, they appear to have known each other forever. They randomly met in 2015 through mutual contacts, started talking, and Henrik introduced his concept to Max. Within only a short period of time they decided to “give it a try”. Their skills complement each other’s perfectly. Henrik knows what plants need and is familiar with the “aeroponics” system taken from the industry, and Max brings the technical and creative know-how required for the development of the product.

Well, we would be inclined to say that the attempt was successful – the Nexster nomination came as no surprise. neoFarms at its core has a lot of assets needed for a coherent entrepreneurial design. For example, neoFarms combines existing components, procedures, and features in an innovative way to create an entirely new product with real added value. Max and Henrik place value on sustainability and conservation of resources.  They use a reusable cartridge system for the necessary nutrient cartridges and LEDs to reduce energy usage. And that’s not all. The milestones they have achieved so far are truly remarkable:

  • In July of 2016, neoFarms wins a prize in the „drei|V" idea competition.
  • In October, Max and Henrik manufacture the first prototype.
  • Also in October, the founding team qualifies for the Startupbootcamp FoodTech 2016
  • In November of 2016, neoFarms places 4th in the Nexster  startup competition in Hannover.
  • At the end of November, the Neofarms Gmbh (LLC) is founded.
  • They are currently participating in  the acceleration program of the Startupbootcamp FoodTech in Rome

On the road to success at high speed? That’s neoFarms’ goal

neoFarms is setting their sights on city dwellers that do not have a garden, but want to eat consciously. At the same time, neoFarms targets users that are wary of the food industry and are looking for transparent information regarding the origin and production of their food. With the introduction of the plant cabinet, neoFarms solves several problems of their target group and offers several advantages:

  • Users get food that is guaranteed to be free of pesticides.
  • They know exactly how the food is produced, are aware of the growth and nutrition conditions: pesticides are no longer a concern.
  • Vegetables have the highest possible vitamin and nutritional content, as they are harvested immediately before consumption. It does not get any fresher.
  • Users have their own fresh food counter at home. Available any time, stocked with whatever they want.
  • There is no need to drive to get fresh food, and you are no longer tied to opening hours.
  • Users can start immediately and harvest their first herbs and lettuce leaves within a few days.
  • No knowledge of plants, no soil, and no other special abilities are needed.
  • The system can be controlled by an app, which also offers tutorials, recipes, a community, and a channel for ordering nutrients, seeds, plants, and accessories.

The vision is to have the neoFarms plant cabinet available in individual sizes as a built-in or an attractive stand-alone module. To finally reach the homes of their target audience Max and Henrik still have to go a long way.

Revenue will be generated through the sale of integrated systems and extension modules. In addition, there will be continuous reorders, such as for plants, seeds, or nutrient solutions. A licensing model is planned as well, but that will be at some point in the future.

Components that can help neoFarms

Henrik and Max have done a lot of things right already, as the successes of their short company history proof. Both are currently working full time with neoFarms: Max is writing his bachelor thesis on the topic. Henrik is also focused on his brain child. In order not to get bogged down and get consumed by the time commitment towards their business in the long run, a short pause is recommended. It is worth dissecting the concept under the microscope to find out which components should be included.

The acquisition/sales component could actively support the founders starting in 2018 – that is when the founding team is planning to achieve market maturity. The eOffice could ensure continuous availability, and the accounting component allows for outsourcing large parts of the dreaded administrative tasks. And those are just the areas that jump out at first glance.

Looking ahead at a promising future

The  Starupbootcamp FoodTech in Rome is still underway; Henrik and Maximilian are looking for a committed investor with the appropriate skills. They have to further develop their prototype and realize their plans to turn them into actual steps and results. If they succeed, then they plan to conquer the market with their professional product mid/end of 2018 and enter European and maybe even American homes.

They have the vision as well as the energy. Now it is important to stay on the ball and show flexibility. Not an easy task, but definitely one of the most exciting phases in their young entrepreneurial lives. We are keeping our fingers crossed and wish them good luck!

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