Was machen UnternehmerInnen?

Ein gutes Geschäftskonzept ist schlagkräftig und wichtiger als Kapital. Eine Hauptaufgabe von UnternehmerInnen liegt darin, am Geschäftskonzept zu arbeiten, es stets zu prüfen und zu verbessern.  Auch gehört es zu den Aufgaben von UnternehmerInnen, die mögliche Arbeitsteilung zu durchdenken. Was gehört in die Hände eines Profis und welche Aufgaben  müssen im Unternehmen bleiben? Die Frage ist, welche Komponenten es braucht, um das Geschäft (fast) alleine arbeiten zu lassen.  Diesen drei Aspekten übergeordnet steht die gewichtige Haupt-Aufgabe: Ein Unternehmen zu erschaffen, das für NachfolgerInnen den größtmöglichen Nutzen bietet.

Wenn man diesen Gedanken radikal weiterdenkt, mündet er in die Arbeit von Entrepreneuren, die buchstäblich schlüsselfertige Geschäftskonzepte entwickeln und zum Verkauf stellen. Die neuen Inhaber hängen nur noch ihr Firmenschild davor und lassen das Business dann fast von selbst durchstarten. Klingt das wie Zukunftsmusik in deinen Ohren? Das ist es aber nicht. Seriengründungen sind gar nicht so selten und warum sollten Entrepreneure sich ihre Fähigkeit nicht zu Nutze machen, konzeptionell starke Unternehmen zu kreieren?

Große Ziele bedeuten große Herausforderungen und leiten dazu an, über sich selbst hinauszuwachsen. Sich von den typischen Aufgaben der Unternehmensverwaltung zu befreien -  diese erledigen Manager und Fachkräfte - schafft Raum für die schöpferischen Tätigkeiten, die UnternehmerInnen vorrangig ausüben. Damit du die Freiheit effektiv und effizient nutzen kannst, können Tools dir zumindest punktuell dabei ein klein wenig helfen.  

Tools für Kreativitätstechniken und Ideenfindung

Kennst du die Vorstellung von dem Künstler, der alleine in seinem Elfenbeinturm sitzt und „durch den Flügelschlag eines Schmetterlings“ zu unglaublich kreativen Einfällen gelangt? Das ist nicht die Realität, sondern nur eine nostalgische Vorstellung. Die Erfahrung zeigt, dass kreativer Output auf vielfältigen Erfahrungen und Eindrücken fußt, die manchmal tief in uns verborgen sind. Ein „Schmetterlings-Flügelschlag“ reicht bei weitem nicht aus, um die schöpferische Ader anzuzapfen.

In einem Bereich, wo es um Kreativität, Intuition und Ideenfindung geht, musst du das Rad nicht neu erfinden. Du darfst dich auf bewährte Hilfe stützen, um zu deinen eigenen Ressourcen vorzustoßen. Wer kreativ arbeiten will, kann sich mit unterstützenden Werkzeugen das Leben leichter machen.

Geeignete Tools helfen dabei den Ideenreichtum anzukurbeln. Kreativität lässt sich auf bestimmte Muster herunterbrechen, dahinter liegt eine schöpferisches System. Wenn du in kreativen Prozessen aktiv bist, nutzt du automatisch assoziative Methoden. Es entsteht eine neue Idee oft alleine dadurch, dass verschiedene Sichtweisen miteinander kombiniert und bestehende Elemente neu miteinander verbunden werden. Daraus ergibt sich etwas Neues. Um deine Kreativität zu fördern, können dir die folgenden Apps und Werkzeuge helfen.

Mindmapping: In Wolken und Kringeln denken

Mit einem guten Mindmapping-Tool kannst du die wildesten Gedankensprünge zu Papier bringen und den Überblick behalten. Es ist eine typische Kreativtechnik. Im Kern arbeitest du mit einer  Mindmap visuell. Statt deine Gedanken linearer zu Papier zu bringen, kannst du thematische Cluster bilden und dadurch das kreative Chaos im Griff behalten. Du fügst nach Belieben Dokumente und Dateien hinzu, kannst mit Stickern und Farben arbeiten. Mögliche Tools sind diese:

  • mindmeister.com
  • mind-map-online.de
  • mindmaps.app

Suggestion-Tools für neuen Input

Die Crowdintelligenz für die eigene kreative Arbeit zu nutzen ist keine schlechte Idee. Das Tool Ubersuggest beispielsweise basiert genau darauf. Du gibst ein Schlagwort ein und das Tool liefert dir eine Liste verknüpfter Schlagwörter. Die Ideen kommen aus Google. Ubersuggest greift auf die Begriffe zu, die User in die Suchmaschine eingegeben haben. Du kannst mit den Ergebnissen weiter arbeiten, indem du sie mit gefundenen Keywords fütterst, neu kopierst und sie durch deine eigene Brille neu betrachtet.

Google Suggest ist im Prinzip die Auto-Vervollständigung einer Suchanfrage im Google-Suchfeld. Du hast sicher schon bemerkt, dass du beim Eintragen in das Suchfeld bereits ähnliche, verwandte Vorschläge bekommst. Diese Vorschläge orientieren sich an den Sucheingaben anderer Nutzer. Wenn du dich nun für einen Suchbegriff entscheidest und die Enter-Taste betätigst, liefert dir Google die entsprechenden Ergebnisse. Jetzt scrollst du ganz hinunter auf die Seite und findest unter der letzten Überschrift „ähnliche Suchanfragen“ entsprechende Hinweise, die dir bei der Ideenfindung und ihrer Verfeinerung weiterhelfen können.

  • ubersuggest.com
  • Google Suggest
  • keywordtool.io

Ideenschmiede: effektives Teamwork in digitalen Kollaborationen

Mit Ideen aus dem Team wird es möglich, die eigene Ideenwelt auszubauen. Wenn du dich mit anderen austauschen willst, die nicht an deinem Standort sind, können dir Tools wie Ideacloud helfen, digitale Workshops unabhängig vom Ort durchzuführen. Du kannst mit ausgewählten Teilnehmern zusammen auf einem Whiteboard zusammenarbeiten, entweder als Einzelmeeting oder auch über ein paar Tage hinweg. Konzepte entwickeln, Ideen austauschen und Feedback sammeln wird mit solchen Tools ganz einfach. Zur Ideen- und Geschäftsmodellentwicklung sowie Verbesserung eines Konzeptes ist die Kollaboration in einem flexiblen digitalen Medium gut geeignet.

Wenn du kein festes Team hast, mit dem du arbeiten möchtest, können dir Plattformen wie Brainfloor helfen. Hier gibt es Ideensucher und Ideengeber. Ideensucher prämieren eine gute Idee, Ideengeber liefern Vorschläge und haben etwas von ihrem Input

  • Ideacloud
  • Brainfloor

UnternehmerInnenaufgaben, die mehr als simple Apps erfordern

Du hast neben den kreativen Aufgaben, die sich wunderbar mit der Unterstützung von Tools und Apps in die Tat umsetzen lassen, noch viel mehr zu tun. Es geht zum Beispiel um die Erarbeitung von Unternehmenswerten, um deren Verankerung und Weiterentwicklung. Strategische Entwicklung und Positionierung gehören genauso in deinen Aufgabenbereich wie die Identifizierung strategisch passender Partner oder eventueller Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Diese Arbeiten lassen sich kaum mit einfachen Tools bewältigen. Hierzu sind Prozesse und Methoden erforderlich, die den Rahmen unseres Beitrags über relativ simple Tools sprengen würden.

Nicht zuletzt ist deine eigene Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung und eine zentrale UnternehmerInnen-Aufgabe. Das funktioniert ebenfalls nicht über eine App, sondern ist das Ergebnis von Weiterbildung, Seminararbeit, intensivem Austausch mit Sparringspartnern, Diskussionen und anderen inspirierenden Aktivitäten. Diese Aktivitäten sind für jeden anders. Für den einen bedeuten sie quartalsweise Auszeiten in einer lebendigen Großstadt, für den anderen sind das meditative Wochenenden am Meer.

Wenn du konkrete Unterstützung suchst, um an dir oder deinem Konzept zu arbeiten, findest du diese bei uns im Komponentenportal. Wir empfehlen dir dazu die Komponente „Prüfe dein Konzept“ mit unserer Expertin Kirsten Kohlhaw.

Wir wünschen dir viel Erfolg und noch mehr Freude bei all deinen kreativen UnternehmerInnen-Aufgaben!

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