Früher war alles (nicht) besser!?

Früher bedeutete ein neues Projekt unzählige Stunden im Büro: Materiallisten erstellen, Mengen schätzen, Angebote machen. Fehlerfreiheit war eine Wunschvorstellung, die nicht immer erreichbar war. Damit lebten und leben heute noch viele Baubetriebe. Allerdings können sie ihre Effizienz erheblich verbessern.

  • Mit KI lassen sich Baupläne hochladen und automatisch berechnen: Was braucht es an Ziegeln, Stahlträgern, Dämmung?
  • Wie viel kostet das pro Stück, wie viel geliefert?
  • Welche Lieferzeiten müssen berücksichtigt werden? Solche Tools erkennen früh, wenn etwa die Verfügbarkeit von Baustoffen knapp ist – und schlagen Alternativen vor. 

Im Büroalltag heißt das, dass es weniger kalkulatorische Blindflüge zugunsten eines besseren Kostenmanagements gibt. Daraus folgt mehr Sicherheit in der Preisgestaltung. Unternehmer:innen, die solche Systeme implementieren, profitieren von beschleunigten und (nahezu) fehlerfreien Angebotsprozessen. Und präzise Ausschreibungen und Angebote vermindern Nachträge. 

Andere Felder, in denen KI sinnvoll unterstützen kann, sind Baustellensicherheit und Qualität der Ausführungen. Es ist heute schon möglich, mit Kameras bestückte Drohnen über Baustellen fliegen zu lassen. Sie identifizieren potenziell gefährliche Stellen und prüfen, ob festgelegte Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Dies sieht dann zum Beispiel so aus: Die KI erkennt, wo auf der Baustelle unübersichtliche Wege oder chaotische Materiallager Gefahren bergen und hilft bei der Unfallprävention. Unterm Strich spart das Zeit, Geld, reduziert Stress und erhöht die Sicherheit.

Was brauchen Handwerks- und Baubetriebe?

Um Unternehmer:innen in dieser Branche zu unterstützen, könnten Entrepreneure etwa hier ansetzen: Ein Tool, das sich speziell auf kleine bis mittlere Unternehmen richtet mit einfacher Schnittstelle für Massenberechnung, Preisbeschaffung, Kalkulation und Angebotserstellung, ohne dass man Architekt:in oder Ingenieur:in sein muss. Im Idealfall passt sich das Angebot “auf Knopfdruck” automatisch an, wenn sich Preise ändern, oder warnt aktiv, wenn bestimmte Materialien verknappen und die Beschaffungsdauer über das übliche Maß hinausgeht.

KI auf dem Feld – von Saatgut bis Saatzeitpunkt

Landwirtschaft hat heute viel mit Daten, Timing und Präzision zu tun. KI kann auch hier sinnvoll eingesetzt werden. Bisher war es so, dass Landwirte regelmäßig ihre Felder kontrollierten: Sind die Pflanzen gesund, erhalten sie genügend Wasser und Nährstoffe?

Doch nicht alle Mängel werden rechtzeitig festgestellt. Oft sieht ein Feld für das menschliche Auge gut aus und die Pflanzen wirken gesund. Doch wertet eine KI ein Luftbild aus, werden die Probleme frühzeitig erkannt. Beispielsweise wird in einem Bereich des Feldes Pilzbefall im Frühstadium erkannt, wahrscheinlich ausgelöst durch Staunässe. Menschen hätten das vielleicht erst gesehen, wenn die Ernte schon gelitten hätte. Früher gegensteuern und richtig handeln heißt für die Landwirtschaft, Ernte und Umsatz retten.

Das geht heute schon

KI-Tools werten die Daten von Sensoren im Boden, Wetterstationen und Satellitenbilder aus und erstellen einen Plan, was wann wie bewässert oder gedüngt oder mit Fungiziden behandelt werden muss. Diese Tools arbeiten mit Wetter daten und können vorausberechnen, wie sich eine Trocken- oder Regenperiode auf die Pflanzen auswirkt. Landwirt:innen werden in die Lage versetzt, frühzeitig und gezielt aktiv zu werden. Außerdem lässt sich damit Energie sparen, indem zum Beispiel Wasser und Dünger eingespart werden. Gleichzeitig steigt der Ernteertrag. 

Für Gründer:innen mit landwirtschaftlichem Hintergrund oder technischem Interesse gibt es großes Potenzial: Datenplattformen, die Felder einer Region vernetzen, Vorhersagemodelle für Ernteerträge oder Beratungsdienste anbieten. Durch KI-gestützte landwirtschaftliche Daten-Services können ganz neue Geschäftsmodelle entstehen. Aussichtsreich wären diese, wenn die Funktionen intuitiv erfassbar sind, ganz ohne komplizierte Statistik-Sprache. So können Landwirt:innen sofort damit arbeiten.

Wege & Lager: Die Straße neu denken

Transport und Lagerhallen sind oft das Rückgrat logistischer Systeme. Allerdings gelten sie auch als veraltet oder starr. Wie wäre es, wenn Lagerflächen dynamisch werden? Wenn Regalsysteme, Gabelstapler und Förderbänder automatisch miteinander vernetzt sind, so dass das gesamte Lager in Echtzeit auf neue Situationen reagiert – etwa wenn eine Lieferung eintrifft, die Nachfrage nach bestimmten Produkten steigt oder ein Fahrzeug ausfällt.

Genau das leisten moderne KI-Systeme: Sie analysieren Bestellmengen, Fahrwege und Maschinenzustände und schlagen innerhalb von Sekundenbruchteilen die effizienteste Lösung vor. Waren werden automatisch so einsortiert, dass sie dort stehen, wo sie am schnellsten erreichbar sind. Mitarbeiter:innen erhalten auf Tablets oder Wearables passgenaue Aufträge, die ihre Wege verkürzen. Kleine autonome Fahrzeuge übernehmen den Transport schwerer Lasten und andere Arbeiten, die Menschen stark ermüden und fehleranfällig sind.

Auch außerhalb der Halle verändert sich das Bild. KI-basierte Routenplaner beziehen Verkehr, Wetter, Ladezeiten und Fahrverbote ein. Sie wählen nicht die kürzeste, sondern die wirtschaftlichste Strecke. Das bedeutet Sprit sparen, Leerfahrten vermeiden und die Marge verbessern.

Für Gründer:innen mit logistischem Interesse steckt darin enormes Potenzial. Von Robotiklösungen für kleinere Betriebe über Software für vorausschauende Lagersteuerung bis zu Beratung, die Bestandsführung und Versandabläufe auf den neuesten Stand bringt. Unternehmen, die solche Technologien entwickeln oder implementieren, schaffen Werkzeuge, die im Geldbeutel ihrer Kunden spürbar wirken und deshalb vermutlich recht gefragt sein werden.

Warum KI nicht optional, sondern notwendig wird

Märkte verändern sich schnell. Kund:innen erwarten direkte Kommunikation über Messenger, Antworten ohne Wartezeit und Lieferungen in kürzester Frist. Gleichzeitig steigen die Betriebskosten für Material, Energie und Logistik. Wer unter diesen Marktbedingungen stillsteht, wird von der Konkurrenz verdrängt. 

Der intelligente Einsatz von KI wird zum Wettbewerbsfaktor. Die richtigen Tools beschleunigen Angebote, reduzieren Fehler, machen Abläufe reibungsloser und schaffen dadurch Vertrauen. Das stärkt die Kundenbindung. Es kommt darauf an, herauszufinden, wo und wie KI die größte Hebelwirkung entfaltet, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Beispiele gibt es genug: Ein landwirtschaftlicher Betrieb steigert die Erträge und spart gleichzeitig Wasser. Ein Handwerksunternehmen gewinnt Kunden, weil Webseite, Angebote und Termintreue professioneller wirken. Ein Logistiker senkt Kosten und erhält mehr Aufträge, weil er verlässlicher und schneller liefert.

Morgen ist übermorgen schon Vergangenheit

KI ist kein Zukunftsversprechen, sondern Realität in unserem Alltag. In Handwerk, Landwirtschaft und Logistik ist sie bereits angekommen. Sie ist sichtbar in Drohnenbildern, smarter Lagersteuerung und automatischer Kalkulation. Gleichzeitig beginnt ihre eigentliche Geschichte erst jetzt. 

Für Entrepreneure eröffnet sie Chancen auf neue Geschäftsmodelle, neue Tools und neue Arbeitsweisen, die ganze Branchen umkrempeln können.  Der entscheidende Schritt ist, mit echten Problemen zu beginnen, pragmatische Lösungen zu entwickeln und nah an den Nutzer:innen zu bleiben. Wer das schafft, baut praktische Prozesse um und gestaltet den Markt mit. Das sichert einen Platz in einer Geschäfts- und Arbeitswelt, die morgen schon anders aussieht als heute.

 

Hinweis: Recherchiert mit Unterstützung von KI. Strukturiert, geschrieben, geschärft und verantwortet von der Autorin.

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