Selbstreflexion: Das steckt dahinter

Bei der Selbstreflexion betrachtest und analysiert du deine eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen kritisch. Es geht dabei um die Fähigkeit, dich und deine Handlungen zu betrachten und zu beurteilen, um ein besseres Verständnis für dich selbst zu bekommen. Sich selbst zu reflektieren bedeutet also, sich bewusst mit der eigenen Persönlichkeit, den Überzeugungen und den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Dabei geht es auch darum, das eigene Verhalten in bestimmten Situationen zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen, um sich weiterzuentwickeln und persönlich zu wachsen.

In der Praxis kann Selbstreflexion bedeuten, regelmäßig Tagebuch zu schreiben, Feedback von anderen einzuholen oder sich bewusst Zeit zu nehmen, um über die eigenen Gedanken und Emotionen nachzudenken. Durch Selbstreflexion können wir uns selbst besser verstehen und bewusster agieren und reagieren.

Selbstreflexion: Ein nützliches Tool für Gründer

Selbstreflexion ist eine nützliche Hilfe für Gründer, um ihr Geschäft und ihre Führungskompetenz zu verbessern. Regelmäßige, aufrichtige Selbstreflexion macht dir deine Stärken und Schwächen bewusst. Mit diesem Wissen kannst du stimmige Entscheidungen treffen, die einerseits dein Unternehmen nach vorn bringen und andererseits zu deiner Persönlichkeitsentwicklung beitragen.  Zudem ermöglicht Selbstreflexion, eigene Verhaltensmuster zu erkennen und gegebenenfalls anzupassen.

Wenn du mit deinem Umfeld genauso aufmerksam umgehst, wie mit dir selbst - Achtsamkeit kann sich aus der regelmäßigen Selbstreflexion (fast) automatisch ergeben - fallen dir frühzeitig ungute Entwicklungen in deinem Unternehmen auf. Du siehst sich aufbauende Probleme zeitig und kannst früher Gegenmaßnahmen ergreifen. Nicht zuletzt kann die regelmäßige Praxis der Selbstreflexion dazu beitragen, deine Fähigkeiten als Teamleader zu verbessern und letztlich eine gesunde, positive Unternehmenskultur zu kreieren.

Tipp: Wenn du einen besonderen Schwerpunkt darauf legst, wie du deine eigenen Werte und Überzeugungen mit denen deines Unternehmens harmonisieren kannst, stärkst du dich und deine Firma gleichzeitig. 

Selbstreflexion: Vorteile auf einen Blick

Selbstreflexion ist ein nützliches Tool für dich, um deine Persönlichkeit und dein Unternehmen zu stärken. Wenn du dich selbst reflektierst, nimmst du dir Zeit, um über deine Erfolge, Misserfolge und Erfahrungen nachzudenken. Das kann dir dabei helfen, deine Stärken und Schwächen zu identifizieren, deine Entscheidungen zu hinterfragen und neue Perspektiven zu gewinnen. Daraus ergeben sich zwei wertvolle Vorteile.

  • Zum einen hilft dir Selbstreflexion dabei, deine Führungskompetenz zu verbessern. Es fällt dir leichter, dich auf deine Werte und Ziele zu besinnen und deine Entscheidungen darauf auszurichten. 
  • Die regelmäßige Beschäftigung mit dir selbst fördert deine Empathie und damit die Antennen, die du für deine Mitmenschen hast. Eine positive Begleiterscheinung von Selbstreflexion kann deshalb eine verbesserte Fähigkeit sein, dich in andere Menschen hineinzuversetzen. Bezogen auf dein Business heißt das, dass du leicht vertrauensvolle Beziehungen zu deinem Team, zu deinen Kunden und anderen Akteuren aufbauen kannst.

Selbstreflexion in der Praxis: Tipps für den Alltag

Als Gründer kann die Selbstreflexion Teil deines täglichen Lebens werden. Hier kommen ein paar praktische Tipps, die du sofort in die Tat umsetzen kannst.

1.   Regelmäßiges Check-in praktizieren

Setze dir feste Zeiten, um dich selbst zu reflektieren, etwa wöchentlich oder täglich. Du kannst beispielsweise jeden Abend 10 Minuten damit verbringen, deine Erfolge und Herausforderungen des Tages zu reflektieren und dir Notizen dazu zu machen.

2.   Bulletjournal schreiben - Tagebuch 2.0

Bullet-Journaling ist ein hilfreiches Werkzeug für die Selbstreflexion. Es handelt sich um eine Art flexibles Tagebuch, in dem du deine täglichen Aufgaben, Termine und Gedanken festhältst. Du kannst auch spezielle Seiten für deine Ziele, Fortschritte und Herausforderungen einrichten, um sie im Auge zu behalten. Das Journal ist ein zentraler Ort für all deinen Gedanken und trennt nicht zwischen beruflich und privat. Hier ist Platz für wichtiges Feedback von Kunden, Mitarbeitern oder Mentoren. Durch das regelmäßige Schreiben und Analysieren deiner Einträge reflektierst du dich selbst. 

Wenn du zum Beispiel feststellst, dass du immer wieder die gleichen Fehler machst, kannst du gezielt etwas an deiner Arbeitsweise ändern, um diese Fehler in Zukunft zu vermeiden. Im Bullet-Journal haben deine Gedanken zu deinen Erfolgen, Herausforderungen und Lernprozesse Platz und du kannst deine Entwicklung im Jahresverlauf verfolgen. Viele Selbstständige nutzen die Bullet-Journal-Methode schon jahrelang und können ihre Entwicklung sogar über mehrere Jahre nachvollziehen.  

3.   Feedback einholen

Feedback von Kollegen oder Mentoren einzuholen, kann auch sehr hilfreich sein. Du kannst etwa deinem Mentor/deiner Mentorin gezielte Fragen stellen, um spezifische Aspekte deiner Führungskompetenz zu verbessern. Ferner ist es sinnvoll, das Feedback deiner Kunden zu analysieren, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was deine Zielgruppe wirklich braucht und wie du ihre Bedürfnisse erfüllen kannst. Durch diese Schritte der Selbstreflexion kannst du dein Geschäft ständig verbessern und wachsen lassen.

Mutig reflektieren und Handlungen ableiten

Selbstreflexion ist nicht jedermanns Sache und sie ist auch nicht ohne weiteres umsetzbar. Es braucht schon Mut, Selbstdisziplin und Ehrlichkeit, wenn du echten Mehrwert erzielen willst. Eine der größten Herausforderungen ist es tatsächlich, ehrlich mit sich selbst zu sein und sich mit den eigenen Schwächen und Fehlern auseinanderzusetzen. Das ist nicht jedem gegeben. 

Eine weitere Stolperstein der Selbstreflexion liegt darin, zu sehr in die persönliche Gedankenwelt zu versinken, anstatt konkrete Handlungen zu entwickeln und umzusetzen. Es ist zu empfehlen, deine Selbstreflexion nicht zu einem endlosen Prozess werden zu lassen, sondern deine Erkenntnisse praktisch zu nutzen, um dich und dein Business weiter nach vorn zu bringen.

Weitere Gründer News

Mitarbeiter auswählen: Was sagt der Lebensstil über einen Bewerber aus? (Teil 2)

Mitarbeiter auswählen: Was sagt der Lebensstil über einen Bewerber aus? (Teil 2)

Im ersten Teil haben wir beschrieben, wie wichtig die Auswahl passender Mitarbeiter für das Unternehmen ist. Schließlich nimmt dein Team direkten Einfluss auf den Erfolg und die Leistungsfähigkeit einer Firma. Ein Team von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern kann die Produktivität und Effizienz erhöhen, die Unternehmenskultur und Werte fördern und das Risiko von Fehlern und Problemen minimieren. Zudem ist es wichtig, die Mitarbeiterbedürfnisse zu berücksichtigen, um den Wesenskern des Unternehmens stabil zu halten. 

Artikel lesen

 

Bürgschaftsbanken als Skalierungshelfer nach dem Proof of Concept

Bürgschaftsbanken als Skalierungshelfer nach dem Proof of Concept

Bürgschaftsbanken und Ihre Instrumente sind den meisten Gründer, aber auch vielen Entrepreneuren, Selbstständigen etc. in der Regel kein Begriff. Wenn Entrepreneure von den Bürgschaftsbanken wissen, dann werden diese oft als Finanzierungspartner für etablierte Unternehmen wahrgenommen. Diese Rolle haben diese Banken auch in der Tat auch heute noch. In den letzten Jahren hat sich aber die Rolle der Bürgschaftsinstitute deutlich erweitert. Über diesen Wandel sprechen wir in unserem Interview mit Peter Straub, dem Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Berlin, in unserem Interview.

Artikel lesen