Der große KI-Knall: ChatGPT & andere Firmen

ChatGPT hat Ende 2022 in vielen Unternehmen für Aufruhr gesorgt. Die Firma dahinter ist OpenAI mit Sitz in San Francisco. Einer der Gründer ist Elon Musk, ein anderer der Investor Sam Altman.

Die Software ist ein natürliches Sprachverarbeitungsmodell, mit dem sich viele Aufgaben im Geschäftsalltag erledigen lassen. Wenn du einen Assistenten benötigst, der für dich sortiert, kategorisierte, Social-Media-Posts formuliert oder Produktbeschreibungen erstellt, ist das KI-Tool wahrscheinlich ein heißer Anwärter. Wenn du mehr über das KI-Tool erfahren willst, lies hier weiter.

Neben der in den Medien überaus prominent behandelten Firma OpenAI gibt es allerdings noch eine ganze Reihe von anderen Startups, die sich im Bereich KI und ML in kurzer Zeit einen Namen gemacht haben.

3 US-amerikanische Startups in den Bereichen KI und ML

  1. UiPath ist ein Start-up, das sich auf die Entwicklung von RPA-Software (Robotic Process Automation) spezialisiert hat. Firmen können damit alltägliche Routineaufgaben automatisieren. Beispielsweise kommt die Software bei langen, automatischen Prozessen wie Produktionsstraßen zum Einsatz, bei denen an spezifischer Stelle ein Mensch eingreifen muss. Die Software regelt den reibungslosen und sicheren Ablauf.
  2. DataRobot ist ein Unternehmen für automatisiertes, maschinelles Lernen und bietet eine Plattform für Unternehmen. Diese können dort individuelle ML-Modelle erstellen und einsetzen, ohne auf Spezialisten für Datenanalyse angewiesen zu sein. So wird die Entwicklung von vollautomatischen Prognosemodellen ermöglicht und Firmen in die Lage versetzt, Trends ihrer Branche frühzeitig zu erkennen und zu nutzen.
  3. Grammarly ist ein Unternehmen, das KI-Technologien für die Grammatikprüfung und Textkorrektur von englischsprachigen Texten entwickelt hat. Das Tool ist bereits in mehreren Produkten wie Browser-Plugins und mobilen Apps integriert.

Drei europäische Startups aus den Bereichen KI und ML

  1. BenevolentAI ist ein in London ansässiges KI-Unternehmen, das maschinelles Lernen und Naturwissenschaften kombiniert. Damit können Firmen leichter und bedarfsgerecht neue Medikamente und Therapien entwickeln.
  2. Darktrace mit Sitz in Cambridge bietet KI-basierte Cybersicherheitslösungen an, um Unternehmen vor Bedrohungen zu schützen. Zuerst analysiert die Software die typischen Verhaltensmuster, etwa beim Austausch von E-Mails. Weicht die spätere Praxis von dem typisierten Modell ab, werden Cyberangriffe, Ransomware oder E-Mail-Phishing vermutet und die Kommunikation sofort abgebrochen. 
  3. Hugging Face aus Paris hat sich auf die Entwicklung von Open-Source-Software für maschinelles Lernen spezialisiert. Die Firma bietet eine Vielzahl von KI-Chatbots, Übersetzungsdiensten und anderen NLP-basierten Lösungen an, die darauf abzielen, die menschliche Sprache besser zu verstehen und zu verarbeiten. 

Drei ML- und KI-Startups aus Deutschland

  1. Merantix (Berlin) hat sich auf die Entwicklung von KI-Systemen spezialisiert, die auf Computer Vision und Natural Language Processing basieren. Das bedeutet, dass die Firma Technologien bereitstellt, die Computern das Sehen und Verstehen von Bildern sowie die Verarbeitung und Interpretation von menschlicher Sprache ermöglichen. Unter anderem entwickelt die Firma KI-Produkte, die die Vision eines selbstfahrenden Autos und eines Systems zur Vorhersage von Krankheiten Realität werden lässt.
  2. Innoplexus (Eschborn) ist ein KI-Start-up, das sich auf die Entwicklung von Lösungen für die Pharma- und Gesundheitsbranche spezialisiert hat. Innoplexus nutzt KI-Technologie, um die Arzneimittelentwicklung zu verbessern und den Zugang zu medizinischen Informationen zu erleichtern.
  3. Twenty Billion Neurons (Berlin) entwickelt KI-basierte Lösungen im Bereich Computer-Vision. Die Firma kreiert intelligente Systeme, die menschliches Verhalten erkennen und darauf reagieren können. Zum Beispiel kann die Technologie dabei helfen, medizinische Diagnosen zu stellen oder Vorhersagen zu treffen, welche Produkte Menschen kaufen werden.

Deutschland und die Welt: Was machen deutsche Startups besser als die internationale Konkurrenz?

Glaubt man den subjektiven Aussagen von Experten, Investoren und Kennern der Startup-Szene, steht Deutschland im internationalen Vergleich im Bereich der Technologie ganz gut da. Insbesondere Berlin gilt als ein führender Standort für Start-ups und Innovationen in Europa. Insgesamt gibt es bei uns ein wachsendes Ökosystem für Technologie und Innovationen – allerdings stark fokussiert auf den Standort Berlin.

Die deutsche Startup-Szene ist international bekannt für ihre Innovationskraft und ihre Fähigkeit, branchenführende Technologien und Produkte zu entwickeln. Eine der typisch deutschen Stärken ist die enge Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen und Institutionen, um innovative Lösungen zu entwickeln und den Technologietransfer zu fördern. Das klingt jetzt sehr theoretisch, praktisch ist damit gemeint, dass junge Startups oft Kontakt zu etablierten Unternehmen und Investoren finden, die ihnen mit finanzieller Kraft und durch die konkrete Bereitstellung von Manpower, Material und Räumlichkeiten bei der Weiterentwicklung helfen.

Ein weiterer Faktor, der die deutsche Startup-Szene auszeichnet, ist ihre Fokussierung auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Viele deutsche Startups setzen sich zum Ziel, die Umwelt zu schützen, den Klimawandel zu bekämpfen und gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Einige der Schlüsselbranchen, in denen deutsche Startups in Deutschland sehr aktiv sind, sind außerdem die Automobilindustrie, die Gesundheitsbranche und die Finanzindustrie.

Was können die deutschen Startups von der internationalen Startup-Szene lernen?

Bei all den positiven Aspekten gibt es aber auch noch einiges, was wir lernen können. Dazu gehört zum Beispiel die Flexibilität. Die internationale Startup-Szene ist grundsätzlich agiler und flexibler als die deutsche. Die jungen Firmen im Ausland passen sich schneller an neue Technologien und Trends an, treffen schneller Entscheidungen und steigen schneller in den Markt ein. Das muss nicht immer gut sein, doch in der schnelllebigen Startup-Szene ist dies mitunter entscheidend für den ganz großen Erfolg. Jedenfalls sei gesagt, dass die deutsche Gründlichkeit Fluch und Segen zugleich ist, jedenfalls im internationalen Vergleich.

Internationale Startups haben oft eine höhere Risikobereitschaft und ein schnelleres Wachstum, was in der Regel mit einer größeren Unterstützung von Investoren und Risikokapital einhergeht. Ferner könnte sich Deutschland von anderen Ländern abschauen, wie man ein günstiges Ökosystem für Technologie und Innovationen schafft – auch außerhalb der Gründerhauptstadt Berlin – und die Regulierungs- und Datenschutzprozesse so optimiert, dass die Entwicklung und Einführung neuer Technologien einfacher wird.

In welchen Branchen sind Startups sonst noch aktiv?

KI und ML sind in aller Munde, doch es gibt noch andere Branchen, in denen Startups ein fruchtbares Umfeld finden können. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Nachhaltigkeit, Remote Work, E-Commerce, Biotech, IoT und anderes mehr. Wir werden in loser Folge Startups aus diesen und anderen Branchen vorstellen. 

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