1. Auditiere deine aktuellen Social-Media-Aktivitäten

Im ersten Schritt verschaffst du dir einen Überblick über den status quo. Welche Leistungen schaffen deine sozialen Profile aktuell? Bei diesem Audit wirst du erkennen, was sich verbessern lässt und welche Chancen sich bieten. Du solltest jedes einzelne Profil genau durchgehen und aktuelle Daten sammeln.

  • Identifiziere veraltete Profile.

  • Prüfe die Sicherheit und Passwörter deiner Accounts.

  • Identifiziere die Ziele der einzelnen Konten und schreibe auf, welche Zielgruppe du jeweils erreichst.

  • Auch ist es wichtig die Verantwortlichkeiten festzulegen, sofern du nicht alleine arbeitest. 

  • Erfasse erfolgreiche Posts und Kampagnen sowie erfolgreiche Taktiken, die zum Ziel geführt haben.

  • Schreibe Lücken und unbefriedigende Ergebnisse auf und denke über Verbesserungsmöglichkeiten nach.

  • Außerdem ist es wichtig festzustellen, welche Kennzahlen zur Messung künftiger Erfolge geeignet sind. 

Nimm dir Zeit, um die Konten genau zu überprüfen. So gelingt es Dir, die umfassenden Informationen zu sammeln, die als Basis für die weitere Planungen notwendig sind.

2. Lege deine Social-Media-Kanäle fest

Welche Social Media Kanäle für dich und dein Business infrage kommen, hängt auch von der Entwicklung auf dem Social-Media-Markt ab. Oft sind wir lediglich auf zwei oder drei Kanäle fokussiert und vergessen, uns über die Trends und Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Auch umgekehrt drohen Stolperfallen: Wer auf jeden Zug aufspringt, fährt ständig hin und her und kommt nie am Ziel an (womöglich, weil es kein konkretes Ziel gibt).

Allerdings ist Aktionismus kein guter Berater. Das bedeutet, dass du nicht jeden Trend mitgehen sollst, nur weil es Trend ist. Die Frage ist immer, ob deine Zielgruppe auf der spezifischen Plattform unterwegs ist. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich die Nutzer-Demographie der verschiedenen Plattformen genau anzusehen. Stellt sich dabei heraus, dass ein neues Medium infrage kommt, heißt es Fachlektüre zu konsumieren. Es ist notwendig, sich über erfolgversprechenden Marketingstrategien neuer Plattformen umfassend zu informieren und abzuwägen, ob und wie sich diese realisieren lassen. Und danach gilt es, das neue Medium mit Blick auf die verfügbaren Ressourcen einzuplanen.

Tipp: Bitte berücksichtige bei deiner Planung, dass sie zeitlich realistisch sein muss. Andernfalls verlierst du vermutlich die Motivation, weil du das geplante Pensum nicht bewältigen kannst.

3. Entscheide, welche Aufgaben und Ziele dein
    Contentplan verfolgen soll

Abhängig von der Menge und Art der geplanten Aktivitäten sollte der Contenplan mindestens diese Informationen bereithalten:

  •  Name der Plattform

  •  Datum und Uhrzeit

  •  Thema

  •  Bilder und Fotos

  •  Link zu Ressourcen

  •  Link zu bereits veröffentlichten Posts zum Thema

Natürlich kannst du noch mehr Informationen erfassen, es hängt wie gesagt immer davon ab, was du selbst prüfen möchtest. Manche Daten stellen sich nach einiger Zeit als überflüssig heraus, diese kannst du später streichen. Jetzt geht es vorrangig darum, sich über die notwendigen Inhalte Gedanken zu machen und diese aufzuschreiben. 

Überblick behalten mit einem Jahreskalender

Der Jahreskalender hilft den Überblick zu behalten. Hier werden die wichtigsten Termine eingetragen.  Dazu gehören neben den branchenspezifischen Terminen auch die Zeiträume, in denen bestimmte Kunden-Probleme besonders groß oder der Informationsbedarf außergewöhnlich hoch ist. Notiere dir auch, wann viele Leser nicht erreichbar sind wie beispielsweise in der Urlaubszeit. Auf diese Weise steckst du den ersten groben Zeitrahmen mit den wichtigsten Informationen ab. Es ist ratsam, den groben Plan möglichst lange im Voraus aufzustellen. Dann behältst du die Übersicht und hast genügend Zeit, die besonderen Ereignisse mit Inhalten gezielt vorzubereiten. In diesem groben Plan ergänzt du später die Feinplanung, die einen Zeitraum von vier bis zwölf Wochen umfasst.

Strategie in die Tat umsetzen: Was, Wann, Wie und Wo?

Um deine Strategie zu verfolgen verteilst du deine Themen gleichmäßig über  das Jahr. Nun geht es daran, die Häufigkeit der Posts  festzulegen. Welche Informationen in welchem Format und auf welchem Kanal verbreitet wird, hängt von der Zielgruppe bzw. deinen Personas ab.

Wichtig ist, die Planung so flexibel zu halten, dass du auf unerwartetes kurzfristig reagieren kannst. Wenn es sich anbietet, integriere deinen Newsletter in den Contentplan. Die folgende Liste zeigt das Wichtigste im Überblick

  • Besorge dir einen Jahreskalender.  Bitte nutze keine Excel Liste mit einfachen Datumsvermerkn, sondern einen lückenlosen Kalender, in dem alle wichtigen Daten eingetragen sind. Dazu gehören auch Feiertage, Urlaubszeiten etc. Damit behältst du den Überblick.

  • Trage in den Kalender die wichtigsten Daten ein und zwar ca 12 Monate im Voraus.  

  • Plane die nächsten vier bis zwölf Wochen im Detail und räume dir einen zeitlichen Puffer ein, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können, ohne deinen Plan zu gefährden.

  • Lege die Häufigkeit der Posts in Bezug auf den Contenttyp fest (News und Stories, Produktinformationen oder Tipps). Betrachte auch deine Themengruppen, deine Personas und den voraussichtlichen Kaufzyklus bei der Planung der Frequenz.

  • Fülle deine Social-Media-Kanäle mit Platzhaltern für die geplanten Posts aus. Konkrete Inhalte planst nicht länger als 4 bis 12 Wochen im Voraus.

  • Schreibe die Zuständigkeiten dazu und welches Material du brauchst. Zum Text kommen beispielsweise noch Grafiken und Fotos oder Videos, die erstellt oder gekauft werden müssen.

Damit ist das Schwierigste geschafft und du startest nun mit den praktischen Arbeiten rund um deinen Business-Content.

4. Richte eine Content-Bibliothek ein

Im Idealfall bereitest du Beiträge, Fotos, Videos und alle anderen Inhalte in Ruhe vor und stellst sie in einer Online-Bibliothek zur Verfügung. Dies kann zum Beispiel über Dropbox oder GDrive erfolgen. So hast du stets Zugriff und kannst auch anderen Zugriff zur Mitarbeit gewähren. Die Content-Bibliothek ist die praktische Abbildung deines Contentplans. Eine gut organisierte Online-Bibliothek hat genügend Platz für große Dateien und im Idealfall weist sie eine Schnittstelle zum Kalender auf. Damit lassen sich die notwendigen Ressourcen direkt verknüpfen und alle Informationen, Daten und Unterlagen an einem Ort ablegen. Fülle deine Content-Bibliothek für die geplanten Aktivitäten der nächsten 4 bis 12 Wochen und überlege dir während der Arbeit einen effizienten Workflow.

5. Verfasse die nötigen Posts

Die Vorarbeit ist getan und du kannst deine Beiträge für die Social-Media-Plattformen erstellen. Am besten reservierst du einen größeren Zeitblock, um in Vorproduktion zu gehen. Dann kannst du im Anschluss daran mit relativ wenig Aufwand und einem gesunden Zeitpuffer die Posts zur Veröffentlichung planen.

Es kann geschehen, dass du bei der Arbeit mit deinem Contentplan ins Straucheln gerätst. Das liegt mitunter daran, dass der Kalender entweder zu kleinteilig oder zu oberflächlich ist. Schau dir genau an, was dich einschränkt und achte darauf, dass die Angaben im Contentplan schnell zu erfassen sind.

6. Besprich deine Vorschläge mit deinem Team und
    bitte umVerbesserungsvorschläge

Sofern du nicht alleine arbeitest, präsentiere deinen fertigen Content Plan deinem Team. Falls es erklärungsbedürftige Inhalte im Contentplan gibt, stelle die nötigen Informationen zum Umgang damit zur Verfügung. Auch solltest du sicherstellen, dass die Beteiligten über die wichtigsten Schritte informiert sind und mit der Software und den Arbeitsprozessen zurechtkommen.

Im Austausch mit den Teammitgliedern überprüft ihr gemeinsam, ob der Contenplan für jeden verständlich ist und passt ihn bei Bedarf an. Am Ende dieses Prozesses haltet ihr ein individuellen Plan in der Hand, der sich auch neuen Teammitgliedern schnell erschließt.

7. Terminiere und veröffentliche die Post

Zum Terminieren von Posts kommen Softwaretools wie zum Beispiel Tailwind oder Hootsuite in Frage. Der Markt ist voll von unterstützender Software, die kostenfrei oder kostenpflichtig ist. Welches Tool für deine Zwecke geeignet ist, hängt von dir ab. Teste verschiedene Tools und arbeite mit den Produkten, die dir liegen.

Zwar kannst du mit Tools wie diesen viel Zeit sparen, weil du über mehrere Plattformen hinweg Posts zentral an einem Ort planen kannst. Doch am Anfang reicht es aus, wenn du manuell planst. Bei Facebook oder Pinterest kannst du deine Posts auf der Plattform direkt mit Terminen versehen und brauchst kein Extra Tool.

8. Stelle einen Workflow auf

Nachdem du alle wichtigen Informationen zusammengetragen und verschiedenen Contentstücke erstellt hast, solltest du einen stimmigen Workflow etablieren. Lege fest, welche Aufgaben du monatlich, wöchentlich oder täglich erledigen musst und trage diese Aufgaben in den Kalender ein. Daraus ergibt sich ein gut gefüllter Contentplan, an dem du dich jetzt und in Zukunft orientieren kannst.

Von Planungszyklus zu Planungszyklus werden sich deine Fähigkeiten schärfen und du lernst stets dazu. Im nächsten Jahr dient dir dein selbst entwickelter Contentplan als Blueprint, an dem du dich orientieren und verbessern kannst. 

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