Bäcker verkaufen Brötchen und…?

…zeigen online step-by-step wie es geht. Marcel Paa ist damit schon seit 2015 auf YouTube unterwegs und hat viel Erfahrung damit. Die Videos sind kurz und fröhlich, Marcel erklärt in wenigen Minuten und mit verschiedenen Profi-Tipps gespickt, wie ein saftiger Zitronen-Gugelhupf perfekt gelingt, mit welchen Tricks Schoko-Brioches besonders köstlich werden und was es braucht, um aus einem langweiligen Hefeteig eine ideales Sonntagsgebäck zu zaubern. Die Zahl der Abonnenten spricht Bände: über 81.000 Personen haben seinen Kanal abonniert.

Von kurzen Videos zu ausführlichen Onlinekursen

Die Videos auf YouTube sind der Einstieg und auf seiner Website bietet Marcel Kurse an: Es gibt Kurse in der Backstube vor Ort und Onlinekurse. Die Preispalette reicht von knapp 30 CHF für einen Onlinekurs bis zu mehreren Hundert CHF für einen Präsenzkurs. Besonders spannend ist die Zusammenarbeit mit anderen Bäckern, die sein Kursangebot noch weiter orofessionalisieren. Nebenbei bietet der Bäcker verschiedene Cake Topper, Formen für Cupcakes, Lebensmittelfarben, Küchenmaschinen und geräte, Backformen, Backwerkzeuge in Hülle und Fülle an.  Dass der geschäftstüchtige Bäcker ein Buch mit dem Titel „einfach backen“ geschrieben hat, überrascht nicht.

Praxis vermitteln

Das ausführliche Beispiel soll zeigen, dass handwerkliche Berufe wesentlich mehr Umsatzpotenzial in sich tragen als den bloßen Verkauf der hergestellten Produkte. Die Menschen wollen wissen, wie es geht und sie interessieren sich für Tipps, Tricks und Kniffe direkt aus dem Mund des Meisters seines Fachs. Wer beruflich einem Handwerk nachgeht kann sein Wissen, seine Erfahrung und Fähigkeit digital aufbereiten und - zum Beispiel - als Videokurs anbieten.

Maler verkaufen Bilder und…?

…zeigen wie es geht. Das ist keine Überraschung und auch nichts Neues. Kreativkurse in Form von Online-Malkursen gibt es in großer Zahl.  Wenn du auf YouTube zum Beispiel einmal nach Aquarell-Malkursen suchst, wirst du eine Vielfalt unterschiedlicher Angebote finden, die teilweise sehr gut sind und mit Tipps und Tricks für schnelle Erfolgserlebnisse sorgen. Allerdings macht einen Maler mehr aus als seine Bilder. In vielen Fällen steckt ein langjähriges Kunststudium dahinter, unzählige Reisen, Museumsbesuche und ganz viel Leidenschaft für Kunst im Allgemeinen oder einer Kunstrichtung im Speziellen. Viele Menschen interessieren sich für Kunst, können oder wollen aber nicht malen oder Werke eines Künstlers kaufen. Wie lässt sich diesem Personenkreis Kunst näherbringen? Auch hier gibt es verschiedene Ansätze.

Zugang zu zeitgenössischen Künstlern

Nur wenige haben die Möglichkeit, Vernissagen zu besuchen und ganz persönlich hinter die Kulissen eines Künstlerateliers zu blicken. Es bietet sich der digitale Besuch eines Künstlerateliers, einer Vernissage oder anderer Events an – Fachkommentare und erhellenden Input inbegriffen.

Wissen vermitteln: Kurse für Wissenshungrige

In Sachen Kunst lassen sich unzählige Wissenskurse konzipieren. Die folgenden Ideen sollen dich dazu inspirieren, dein Wissen aus deinem Kopf zu holen und einmal auf Kurstauglichkeit zu prüfen:

  • Kunstakademie Online
    Hier können Webinare über ausgewählte Kunstrichtungen und Künstler angeboten werden, zum Beispiel mit den Schwerpunkten Bauhaus, Futurismus, Kubismus, Jugendstil uvm. Ein kostenfreies Beispiel ist auf der Website des Städel Museums zu finden: „Der Städel Kurs zur Moderne“, 2017 nominiert zum Grimme Online Award.
  • Künstler und ihre Werke
    Unter dieser Prämisse lässt sich Leben und Arbeit bekannter oder weniger bekannter Künstler präsentieren.
  • Kunsttechnik
    Ein YouTube-Kurs ist eine Sache, ein umfassender Kurs über Kunsttechniken eine andere. Druck, Grafik, Malerei, Plastik, Fotografie – es gibt unzählige Felder und jedes lässt sich in mehrere Einzelkurse unterteilen.

Zusätzlich zu Videos und Live-Webinaren helfen Kursunterlagen bei der Bearbeitung. Als weitere Upsells können Bücher, Fotografien, Grafiken und anderes mehr etc. angeboten werden. Und auch wenn es sehr kommerziell ist: Merchandise-Artikel haben schon so manchen kommerziellen Kunden glücklich gemacht. Nicht umsonst verkaufen Museen im Shop beispielsweise Schlüsselanhänger und Kühlschrankmagneten mit entsprechenden Drucken.

Berater beraten und…?

…leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Im Beitrag „Beratungsprozesse: Zeit gewinnen durch digitale Lösungen“ haben wir bereits die Möglichkeit erläutert, einen Methodenansatz in ein halb-automatisiertes Geschäftskonzept zu überführen. Wenn du deinen Beratungsprozess entsprechend aufgeschlüsselt hast, kannst du recht unkompliziert anhand der einzelnen Schritte passende digitale Produkte entwickeln. Beispiel:

Im Laufe deiner Beratung nimmst du eine Stärken-Schwächen-Analyse vor. Dabei stellst du dir stets dieselben Fragen und arbeitest nach einer bestimmten Methode. Bringe deine individuelle Swot-Analyse kurz und knapp zu Papier oder erkläre im Video in wenigen Minuten, wie du bei deiner Analyse vorgehst. Das kann in einer Gratis-Version angeboten werden. Wer es ernst meint und selbst aktiv werden will, braucht einen ausführlichen Leitfaden, den du kostenpflichtig anbietest.

Dieses Prinzip lässt sich auf jeden relevanten Teilschritt deiner Beratungsmethodik anwenden: Freebie (Video, Blogbeitrag, Podcast) plus kostenpflichtiger Leitfaden. Aus mehreren Teilschritten kannst du einen ganzen Onlinekurs zusammenstellen, der die bereits bekannten Produkte enthält und dazu beispielsweise Übungsblätter und Zusatzinformationen bereithält. Dies könnte dein Premiumangebot sein, welches einige hundert Euro kostet.

Wissen in Online-Kurse verpacken und Upsells anschließen

Das Prinzip bei Beratern, Handwerkern und Kreativen ist vergleichbar. Es geht stets darum, die Fachexpertise sichtbar, nahbar, greifbar zu machen. Eine Online-Akademie entsteht nicht in einem Tag, sie wächst mit jedem Video und mit jedem digitalen Produkt, das du konzipierst.

Ein typischer Drei-Schritte-Plan wäre, kostenfreie kurze Videos und Infohäppchen anzubieten, die Appetit auf mehr machen. Wer mehr will, kann mehr kaufen: einzelne Kurse, Schulungen oder andere Materialien im unteren bis mittleren Preissegment oder ein komplettes Premium-Paket mit zusätzlichem Nutzen im höheren Preissegment.

Der Ausdruck „Der Weg ist das Ziel“ passt in diesem Zusammenhang sehr gut. Was hast du alles gelernt und dir erarbeitet, bis du zu dem Profi geworden bist, der heute selbständig Leistungen anbietet? Was müssten andere lernen und erfahren, um dein Level zu erreichen? Die Antworten auf diese Fragen sind Ansätze und Grundgedanken, die dich zu deinem ersten, digitalen Produkt führen.

Gemeinsam neues entdecken

Vermittle dein Wissen, erkläre deine Arbeitsweise, nimm interessierte Kunden mit auf deine Reise: Zum Beispiel zu den Malern, die dich geprägt, zu den Rezepten, die dich zum Meister gemacht oder zu den Coachinggeheimnissen, die aus dir einen erfolgreichen Coach geformt haben.

Wenn du Unterstützung bei der Konzeptentwicklung und der Umsetzung deines Vorhabens suchst, empfehlen wir dir diese Komponente:

Gerne besprechen wir mit dir dein Vorhaben und beraten dich individuell, welche Komponenten für dich perfekt sind.

Worauf wartest du noch?

Du kannst einfach anfangen und zunächst mit einem einzelnen Produkt starten. Das ist oft schon genug, um die ersten Kunden zu interessieren. Kommuniziere mit Abonnenten, Followern und Friends und finde heraus, wie du sie am besten unterstützen kannst. Mit der Zeit entwickelst du ein Gespür für deine Zielgruppe und kannst nach und nach kostenpflichtige Produkte konzipieren und bereitstellen, die genau zu dir und deiner Zielgruppe passen.

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