Empathie: Das steckt dahinter

Wenn du emphatisch bist, fällt es dir leicht, gedanklich in die Rolle anderer Menschen zu schlüpfen und ihre Gefühle und Gedanken zu verstehen. Wenn du emphatisch bist, hast du guten Zugang zu den Bedürfnissen anderer, erkennst sie und kannst ihren Blickwinkeln einnehmen.

Auch fällt es dir leichter, zu verstehen, was ein anderer Mensch gerade durchlebt. Nonverbale Signale wie Mimik und Gestik sind wichtige Orientierungspunkte, die empathische Menschen wahrnehmen und deuten. 

Was ist der Unterschied zur Sympathie?

Im Gegensatz zur reinen Sympathie, bei der wir zwar mitfühlen, aber nicht unbedingt die gleichen Emotionen teilen, ermöglicht uns Empathie, uns stärker mit anderen Menschen zu verbinden. Empathie spielt einerseits in persönlichen Beziehungen eine wichtige Rolle, und auch im Business kann sie eine wesentliche Bedeutung einnehmen.

Beispielsweise hilft dir die Empathie dabei, deine Mitarbeiter und Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner besser zu verstehen. Bezogen auf dein Team fördert eine empathische Haltung ein besseres Verständnis der Bedürfnisse deiner Teammitglieder und fördert eine positive Zusammenarbeit. 

Kundenzentrierung durch Empathie

Mit einer emphatischen Verhaltensweise verschaffst du dir Zugang zu mehr Kundenzentrierung im Business, weil du deine Kunden verstehst und so handelst, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden. Kunden sind mit dir und deinem Angebot zufrieden und im besten Fall werden sie zu treuen Stammkunden. 

Je besser du deine Kunden verstehst, desto besser werden deine Angebote. Kunden fühlen sich verstanden und finden bei dir genau das, was sie suchen. Du zahlst mit einer emphatischen Herangehensweise auf eine vertrauensvolle Kundenbindung ein.

Kurz gesagt: Verstehe deine Kunden, kümmere dich empathisch um ihre Bedürfnisse und freu dich darüber, wie Kundenzufriedenheit und Kundenbindung steigen. 

Empathie fördert die Zusammenarbeit im Team

Für manche Entrepreneure ist Empathie ein echter Gamechanger, wenn es um Teamarbeit geht. Sie wirkt wie ein Turbo für ein angenehmes Arbeitsklima und erleichtert eine offene Kommunikation. MitarbeiterInnen und externe Teammitglieder gehen fair und freundlich miteinander um, sie respektieren die Gefühle und Bedürfnisse anderer genauso wie ihre eigenen. 

Ja, das klingt zu schön, um wahr zu sein und bestimmt gibt es das ein oder andere Mal auch Auseinandersetzungen. Doch wenn es dir gelingt, die Kommunikation emphatisch zu führen, entsteht eine ganz eigene Dynamik. Probleme werden gemeinsam konstruktiv angegangen und gelöst, das fördert das Vertrauen und stärkt die Kooperationsfähigkeit und das Engagement.

Überdies kann Empathie dir noch mehr Positives bescheren. In ihr steckt ein hohes Innovationspotenzial. Dies erklärt sich so: Wenn du und dein Team in der Lage seid, euch in andere (die Kunden, Geschäftspartner, Kollegen…) hineinzuversetzen, lassen sich besser passende Lösungsansätze erarbeiten. Tauschen sich die Beteiligten offen miteinander aus und legen ihre Standpunkte dar, entsteht daraus oft etwas Einzigartiges. 

Empathische, kundenorientierte Produktentwicklung 

Vermutlich hast du das Prinzip durchschaut: Empathie führt dich näher an andere Menschen heran, erleichtert das Verständnis und lässt dich ohne Vorurteile andere Blickwinkel einnehmen. Genauso positiv, wie bei der Mitarbeiterführung, wirkt sich Empathie in der kundenorientierten Produktentwicklung aus. Wenn du dich in die Schuhe deiner Kunden stellst und ihre Bedürfnisse und Wünsche wirklich verstehst, kannst du sehr gute Lösungen entwickeln, die gerne gekauft werden.

Das klingt alles gut und schön, wirst du dir denken, doch es gibt doch bestimmt Grenzen, die auch mit Empathie nicht überwunden werden können. Das ist tatsächlich richtig, denn du musst natürlich einiges an Zeit und Ressourcen aufwenden, um emphatisch zu agieren. Zudem ist die persönliche Bereitschaft notwendig, sich entsprechend zu verhalten - womöglich sogar gegen den eigenen, eingefahrenen Stil. Anders ausgedrückt: Wenn Empathie grundsätzlich nicht in deinem Charakter verankert ist, beispielsweise weil du eher egoistisch, selbstbezogen oder gar narzisstisch bist (nur, um eine extremes Gegenbeispiel zu konstruieren), liegt dir Empathie ziemlich fern. Auch Menschen, die sich aus anderen Gründen noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben, müssen zunächst einen Zugang dazu finden. Auf jeden Fall gilt: empathisches Verhalten kannst du lernen.

Wie werde ich empathischer?

Eventuell siehst du die Vorteile von Empathie im Business (und im Privatleben) und möchtest dich prinzipiell schon gerne emphatisch verhalten, weißt allerdings nicht wie. Für diesen Fall haben wir ein paar Tipps für dich. Allerdings sei an dieser Stelle gesagt, dass Halbherzigkeit in Form von oberflächlichem Interesse sicherlich beschränkend wirkt. Reines Umsatzinteresse unter dem Deckmantel der Empathie wird dir nicht die Ergebnisse bescheren, die du anvisierst. Das vorweg geschickt, kommen jetzt drei Tipps, wie du jeden Tag ein wenig empathischer werden kannst:

  1. Stelle im Gespräch offene Fragen, um mehr über die Gefühle und Bedürfnisse des Gesprächspartners zu erfahren. 
  2. Höre aktiv zu und behalte deine Meinung für dich. Es geht nämlich nicht um dich, sondern um deinen Gesprächspartner. Wenn sich jemand öffnet und dir von seinen Gedanken und Gefühlen erzählt, nimm diese Informationen auf. Signalisiere, dass du die Emotionen verstehst, ohne sie zu bewerten und ohne eine Lösung zu präsentieren. Mehr als zuhören und Verständnis zeigen musst du zunächst gar nicht tun. 
  3. Übe den Perspektivwechsel. Versuche, dich aktiv in die Lage anderer Menschen zu versetzen und beantworte dir ehrlich die Frage, wie du dich an ihrer Stelle fühlen und verhalten würdest. 

Du kannst jeden Tag Empathie aufs Neue üben. Oft ergeben sich passende Situationen von selbst. Du kannst sie aber auch bewusst kreieren. Das Ziel ist, anderen Menschen zuzuhören und ihnen selbstlos zu helfen. Dies kannst du zum Beispiel im Supermarkt tun, indem du einer gestressten Mutter mit ihrem quengeligen Kleinkind Vortritt an der Kasse gewährst, einem Fremden das fehlende Geld für die Parkuhr auslegst oder den Fahrradfahrer passieren lässt, obwohl eigentlich du Vorfahrt hast. Je öfter du Empathie praktizierst, desto natürlicher wird sie sich für dich anfühlen.

Fazit: Viel hilft viel

Bei Empathie gilt, anders als bei vielen anderen Dingen, dass du (fast) nicht genug davon haben kannst. Fang einfach an, ein wenig mehr davon in deinen (Geschäfts-) Alltag einzubauen und beobachte, wie es sich anfühlt und wirkt. Du wirst überrascht sein, wie positiv sich deine Wahrnehmung verändert, wenn du deine empathische Seite entdeckst und auslebst. 

Über dein persönliches Wachstum hinaus schlägt sich ein Plus an Empathie auch in deinem Business nieder. Sei es, dass das Arbeitsklima unkompliziert und herzlich ist, deine Produkte besser werden oder deine zufriedenen Kunden dich öfter weiterempfehlen als früher. Empathie hat das Potenzial, dein Business auf mehreren Ebenen zu transformieren.

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