Wie funktioniert Growth Hacking?

Es existiert keine Bedienungsanleitung, wie Growth Hacking zu handhaben ist. Der Grund dafür ist denkbar einfach. Growth Hacking  greift nur dann, wenn Sie Ihre Maßnahmen ganz individuell auf Ihr Vorhaben maßschneidern. Growth Hacking ist immer speziell und kann nicht einfach von einem Unternehmen aufs andere übertragen werden.

Beispiel: Eine Firma, die Fotos und Kalender produziert, bietet für jeden empfohlenen Neukunden einen (aus im abgelaufenen Jahr hochgeladenen Fotos) personalisierten Jahreskalender für das Folgejahr an. Dieses Geschenk lässt sich nicht einfach übertragen. Die Akquirierungsprämie ist speziell auf Bestandskunden des Unternehmens zugeschnitten. Mit dieser Prämie kann das Unternehmen vor Weihnachten einen beträchtlichen Kundenzuwachs verzeichnen. Growth Hacking führt dann zum Erfolg, wenn es kreativ und maßgeschneidert ist.

Das Wesen des Growth Hacking

Growth Hacking  hat sich als oberste Priorität die Kundengewinnung im Netz gesetzt. Es geht einzig und alleine darum, das Unternehmenswachstum durch Kreativität im digitalen Marketing zu beschleunigen. Dadurch soll die Reichweite des Startups oder des Unternehmens stark erweitert werden. In diesem Punkt unterscheidet sich Growth Hacking von den Aktivitäten eines Marketingexperten deutlich, denn Marketingfachleute entwickeln in vielen Fällen umfassende Werbestrategien und setzten nicht auf einzelne Disziplinen. Sie jedoch können mit der bewussten Konzentration auf diese Teildisziplin des Online-Marketings Schritt für Schritt die Reichweite erhöhen.

Growth Hacking  ist quasi symbiotisch und untrennbar mit der Dienstleistung oder dem Produkt verbunden. am besten funktioniert es, wenn die geplanten Growth Hacks schon früh mit angelegt werden. Denn dann greifen sie tief und ziehen bereits im Anfangsstadium Aufmerksamkeit auf sich. Das macht das Unternehmen interessant und zeigt Individualität. Die potenziellen Kunden können von Beginn an dabei sein und Ihr Fortkommen mitverfolgen.

Das müssen Growth Hacker mitbringen

Eine wichtige Fähigkeit eines Growth Hacking  ist ein Einfühlungsvermögen. Er muss sehr gründlich analysieren...

  • wer exakt die Zielgruppe ist,
  • welche Probleme, Anforderungen und Wünsche sie hat,
  • wie sie sich motivieren und mitreißen lässt und nicht zuletzt,
  • was die Zielgruppe auf gar keinen Fall toleriert.

Ihre Arbeit besteht also darin, sich mit Ihrer Zielgruppe zu beschäftigen und genau das herauszufinden. Analysieren Sie Daten, lesen Sie Statistiken, strukturieren sie Ihre Erkenntnisse und beschäftigen Sie sich mit Schlüsseltechnologien, die Ihre Internetseite nach vorne bringen. Im Sinne des Entrepreneurship arbeiten Sie mit Profis [Verlinkung zu Komponenten Marketing und PR] zusammen, wenn Sie letzteres selbst nicht erledigen können.

Toolbox Groth Hacking – eine Auswahl für Einsteiger

Wie eingangs erläutert, gibt es keine Universallösung, die auf jedes Unternehmen passt. Dennoch gibt es erprobte Tools, die Sie zu Ihrem ersten Growth Hacking  inspirieren könnte.

Zuerst Nutzerverhalten durchleuchten

Wie bewegen sich ihre Nutzer auf ihrer Internetseite? Woher kommen sie? Und welche Aktivitäten sind auffällig? Sie benötigen diese Informationen als grundlegende Basis, um Ihre Aktivitäten aussichtsreich zu platzieren.

Alle im Folgenden genannten Ansätze sind dazu geeignet, die Reichweite Ihres Unternehmens signifikant zu boosten.

Was bremst Ihre User?

Wer sich mit dem Nutzerverhalten beschäftigt, kann feststellen, wann User aussteigen und die Seite verlassen. Jetzt gilt es, den Grund herauszufinden und auszuschalten. Gelingt Ihnen das, können Sie die Verweildauer der User auf der Internetseite verlängern und die Chance auf einen Kauf erhöhen.

SEO: Analyse und Anpassung

Nach wie vor ist eine SEO-optimierte Internetseite wichtig, um die Reichweite zu maximieren. Wer sorgfältig arbeitet, wird alleine dadurch die Zahl der User erhöhen. Das Komponentenportal bietet Ihnen hierzu auch die Komponenten „Online Marketing und SEO dauerhaft abgeben“ sowie „SEO-Audit“ und „Keyword-Analyse“ an.

Social Media intelligent nutzen

Facebook, Xing, Twitter, Instagram und vieles mehr sind Teile des Social Media. Je nach Unternehmensausrichtung und Geschäftsidee sollten mehrere Kanäle miteinander verknüpft werden. Die Synergieeffekte sorgen dafür, dass die Reichweite im Netz deutlich steigt.

Content großzügig verteilen

Ihr Content sollte nicht nur auf ihrem Blog veröffentlich werden. Verteilen Sie Ihre Inhalte großzügig im Netz. Nutzen Sie die Kommentarfunktion in anderen Blogs, agieren sie in Foren oder auf Plattformen und tun Sie Expertenwissen kund. Kostenfrei, versteht sich. Parallel nutzen Sie Services wie zum Beispiel Tweetdeck von Twitter, um ihre Twitter-Posts zu planen oder steigen direkt auf einen Multi-Channel-Manager um, der die Posts in Social-Media-Kanälen koordiniert.

Blog mit spannenden Gastbeiträgen anreichern

Ein Blog wird dann interessant, wenn er den Usern etwas zu bieten hat. Ergänzen Sie Gastbeiträge, fragen Sie Mitbewerber oder Kunden, die etwas über die Zusammenarbeit mit Ihnen schreiben oder ihre Meinung kundtun.

Ihre Zeit und Ihr Kopf ersetzt Kapital

Growth Hacking  ist ein weites Feld und es gibt eine Vielzahl inspirierenden Strategien. Wie ist Dropbox so groß geworden? Wie konnte Hotmail innerhalb von 30 Monaten 30 Millionen User erreichen und Pinterest innerhalb von fünf Jahren insgesamt 70 Millionen?

Dropbox verschenkte Speicherplatz für eine Empfehlung, Pinterest arbeitete mit Designbloggern zusammen und zeigt den Kunden anhand von hochqualitativen Accounts, wie ein perfekter Online-Auftritt bei Pinterest aussehen muss. Hotmail sorgte dafür, dass jede E-Mail mit dem Zusatz „Get your free email at Hotmail“ versehen war, und zog damit Millionen Neukunden an.

Diese und andere Strategien sind so speziell, wie das Unternehmen, was sie benutzt. Mit Geduld, Kreativität und Engagement können Sie ihre eigene, maßgeschneiderte Growth Hacking -Strategie entwickeln, ohne Ihr Budget zu strapazieren. Es liegt an Ihnen.

Bild: @ loreanto - Fotolia.com

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