Mit offenen Augen auf der Suche nach Geschäftsideen

Victor und Sebastian sind ein Gründerteam, das uns in der Praxis vorführt, wie Gründen mit Komponenten funktioniert. Die zwei sind nicht nur belesen, sie halten auch durchweg die Augen für mögliche Geschäftsideen offen, suchen Inspiration und neuen Input im Alltag. Das Buch „Kopf schlägt Kapital“ von Prof. Faltin ist ihnen dabei auch in die Hände gefallen. Das bezeichnen sie als wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Chia Brothers. Victor fasst zusammen, warum das so war: „Wir waren von seiner Art zu wirtschaften begeistert bzw. infiziert, das war ein ganz wichtiger Schritt, als wir mitbekamen, dass Gründen mit Komponenten mit minimalem Risiko geht.“

Gelegenheit beim Schopf gepackt

Als Sebastian im Frühjahr 2015 eine Südamerikareise unternahm, lernte er Chia Samen kennen. Sein Onkel erzählte ihm vieles über die gesunden Samen und Sebastian befasste sich vor Ort damit. Am eigenen Leib probierte er aus, wie positiv sich ein regelmäßiger Konsum von Chia auf ihn selbst auswirkte. Er fühlte sich vitaler, fitter und leistungsfähiger – und tut es auch heute noch. Im Kraft-Ausdauer-Training machen sich die gesundheitsstärkenden Eigenschaften der Chia Samen bei ihm persönlich bemerkbar, sagt er.

Auf der Südamerikareise jedenfalls kam er zum ersten Mal mit Chia in Kontakt und es keimte die Idee in ihm auf, Chia als Jahrespackung in hochwertiger Qualität zu guten Preisen zu vertreiben. Und zwar nach dem Prinzip des Gründens mit Komponenten. Der Chia Boom in Deutschland war zu dieser Zeit noch nicht im Gange, der fing nach den Marktbeobachtungen der Gründer sechs Monate später an. Er fiel zufällig zeitgleich mit der Gründung der Chia Brothers im September 2015 zusammen. Ein guter Zeitpunkt für eine erfolgversprechende Geschäftsentwicklung.

Intensive Kopfarbeit zur Konzeptentwicklung

Doch zwischen der ersten zündenden Idee und der Gründung der Chia Brothers GbR lag noch viel Arbeit. Victor und Sebastian trafen sich bis dahin im Schnitt zweimal pro Woche und arbeiteten ihre Idee aus. Und das taten sie nebenher, denn beide sind nach wie vor in Vollzeit bei Großunternehmen beschäftigt.

Zwischen den Treffen blieben sie täglich in Kontakt, um sich auszutauschen. Sie zerlegten ihre Geschäftsidee in alle Einzelteile und konzipierten Komponente für Komponente. Jede einzelne von ihnen wurde bis ins Detail ausgefeilt, bevor die erste Bestellung von Chia Samen erfolgte. Als schwierigste Komponente sehen die Chia Brothers das Marketing an. Sie finden es nicht so einfach, das Konzept auf der Website so klar darzustellen, dass jeder sofort versteht, worum es geht. Kurz, knackig und überzeugend wollen sie sich präsentieren und wer einen Blick auf ihre Internetseite www.chiabrothers.de wirft, kann sich selbst ein Bild davon machen, ob ihnen das gelungen ist. Die beiden gehen selbstredend fest davon aus, dass sich ihr überzeugendes Konzept langfristig durchsetzt.

Die Motivation

Die Frage klingt einfach, doch die Antwort ist es nicht. Welche Motivation steckt hinter den Chia Brothers? Sebastian und Victor wollen ein großartiges Produkt vertreiben, das von einer ausgefeilten und ganzheitlichen Idee getragen wird. Sie möchten nicht nur einfach Chia Samen verkaufen, sondern das Gesamtkonzept. Ein weiterer wichtiger Motivator ist, ein funktionierendes und risikoarmes Unternehmen aufzubauen, ohne auf „Gedeih und Verderb“ vom Erfolg oder Misserfolg desselben abhängig zu sein. Und nicht zu unterschätzen ist die Motivation der Unabhängigkeit. Sie sind motiviert von der Perspektive, ihr eigener Chef zu sein, sodass sie schnelle und wichtige Entscheidungen selbst treffen können.

Anfangsschritte, Probleme und Herausforderungen

Als die Idee, Chia Samen zu importieren und in großen Gebinden online zu verkaufen, einmal auf dem Tisch lag, waren die Reaktionen im Freundes- und Bekanntenkreis sowie innerhalb der Familie sehr gemischt. Von Skepsis bis Begeisterung war alles dabei und manche hielten Sebastian und Victor bestimmt auch für verrückt.

Dennoch, die Mehrheit der Kritiker und Unterstützer sah, dass sie ein gutes Konzept hatten. Und die beiden blieben hartnäckig, insbesondere in dem Punkt der Packungsgröße von 3,5 kg. Das sollte als einziges Produkt auf ihrer Internetseite verkauft werden. Sie kamen auf die Menge, weil sie recherchiert hatten, dass eine Gabe von 15 g pro Tag ideal sei, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Sie rechneten den Bedarf unter Berücksichtigung diverser Aspekte auf ein ganzes Jahr hoch und ermittelten dabei die Menge von 3,5 kg.

Was kosten Chia Samen?

Parallel kalkulierten sie ihre Kosten durch und verglichen ihren möglichen Endverbraucherpreis mit den Preisen am Markt. In Bioläden, Drogerien und in anderen Shops online und offline sind qualitativ vergleichbare Chia Samen (3,5 kg) zu einem Preis zwischen 120 € und 150 € zu bekommen. Weil die Chia Brothers jedoch alle Zwischenhändler ausgeschaltet und ihr gesamtes Unternehmenskonzept extrem schlank und von Fixkosten möglichst freigehalten haben, können Sie mit 34,97 € für 3,5 kg Chia Saat extrem gut gegenhalten.

Rückschläge auf dem Weg zu den Chia Brothers in seiner heutigen Form gab es einige. Die Gründungskosten fielen höher aus, als gedacht, Lieferungen verzögerten sich, Bestellungen wurden unvollständig aufgegeben oder falsch bedient. Unangenehm war beispielsweise, dass bei der ersten Bestellung einer der Säcke beschädigt wurde und sie reklamieren mussten. Die Chia Brothers mussten eine dauerhafte Lösung für eine schützende Verpackung finden, die einer harten Behandlung durch Zusteller standhält und preislich im Rahmen bleibt. Also einigten sie sich in einer Krisensitzung vor Ort darauf, Polstermaterial zu verwenden, um Stöße abzufangen. Aktuell sind sie dabei, die Verpackung weiterhin zu optimieren, damit auch das Polstermaterial eingespart werden kann. Inzwischen nutzen die Chia Brothers die Logistik-Komponente vom Komponentenportal, mit der sie rundum zufrieden sind.

Die Ziele der Chia Brothers

Die Ziele von Victor und Sebastian sind wesentlicher Bestandteil ihres transparenten Unternehmenskonzepts. Sie möchten gerne am Markt mitmischen und dabei mit zufriedenen Kunden, zufriedenen Lieferanten und zufriedenen Erzeugern arbeiten. Langfristig betrachtet planen sie, soziale Projekte in den Produktionsländern zu unterstützen. Dabei haben sie jetzt schon die Landwirte ins Auge gefasst, die sie fördern wollen. Um das zu erreichen, ist ein über mehrere Jahre stetiges Unternehmenswachstum nötig. Die Chia Brothers möchten ihre Unternehmensphilosophie, die sie auf die Tugenden...

  • Transparenz,
  • Offenheit,
  • Ehrlichkeit und
  • Sympathie gründen,

... über viele Jahre zum Erfolg führen und zum Selbstläufer machen. Das risiko-und wartungsarme Konzept nach dem Prinzip des Gründens mit Komponenten hilft Ihnen dabei.

Best Practice mit Verbesserungspotenzial

Sebastian hat die Bücher von Prof. Faltin seiner Masterarbeit zugrunde gelegt und sich sehr intensiv mit dem Komponenten-Prinzip auseinander gesetzt. Die Chia Brothers sind eigentlich ein Beispiel für Best Practice. Doch ganz zufrieden sind sie mit dem Konzept noch nicht. Warum? Weil sie noch nicht selbst importieren, sondern einen Zwischenhändler nutzen. Grund ist, dass die erforderliche Lizenz um die 5.000 Euro kostet. Und die haben die zwei noch nicht erwirtschaftet. Sobald das Geld zur Verfügung steht, wollen sie jedoch den Direktimport auf die Beine stellen, um sämtliche Zwischenhändler auszuschalten. Ob das gelingt, wird sich zeigen.

Vier-Stunde-Woche im Blick

Derzeit arbeitet jeder von Ihnen neben seinem Hauptjob 6 bis 8 Stunden wöchentlich für die Chia Brothers. Das soll sich aber langfristig reduzieren.  Die Internetseite zum Verkauf der Chia Samen ist erst seit wenigen Wochen scharf geschaltet. Wir dürfen gespannt sein, ob es den Chia Brothers gelingt, mit ihrer Geschäftsidee so durchzustarten, dass sie ihre Ziele erreichen.

Victor und Sebastian wissen es zu schätzen, dass sie die Verantwortung für die Chia Brothers gemeinsam tragen. „Wir sind froh, dass wir zu zweit sind und uns gegenseitig den Rücken stärken können. Falls der eine gerade demotiviert sein sollte, kommt der andere und zieht ihn wieder rauf. Ganz alleine das Unternehmen zu betreiben, wäre viel schwieriger.“

Ein Ende ist nicht in Sicht

Der Verkauf von Chia Samen soll allerdings nicht ihr einziges Projekt bleiben, obschon sie es „bis zum Lebensende“ betreiben wollen. Es ist ihr erstes großes Experiment, wie Sebastian sagt. Die zwei haben bereits neue Inspirationen und Ideen im Kopf, über deren Inhalt sie sich aber noch ausschweigen. Nur so viel sei gesagt: Sie wollen mindestens noch ein zweites Mal mit Komponenten gründen - und das bestimmt wieder mit dem Komponentenportal.

Wir wünschen euch beiden dabei viel Erfolg!

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